Weihnachtsgottesdienst und eine Rose

Rottenburg. 21. Dezember 2015. Traditionell besucht Bischof Gebhard Fürst an Heiligabend Häftlinge. Mit einer Rose im Gepäck macht er den Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rottenburg seine Aufwartung. Geplant ist unter anderem ein Gespräch mit Abschiebehäftlingen. Mit einem weihnachtlichen Gottesdienst endet der Bischofsbesuch.

Auch Weihbischof Johannes Kreidler besucht Gefangene, er fährt in die JVA Rottweil. Weihbischof Thomas Maria Renz feiert an Heiligabend mit Gefangenen in der JVA Heilbronn. 6.500 Gefangene verbringen Weihnachten laut Justizministerium in baden-württembergischen Gefängnissen. Seelsorgern zufolge empfinden sie ihre Gefangenschaft in diesen Tagen als besonders belastend und die Besuche durch die Bischöfe als wohltuende Unterbrechung.

Als einer der ersten deutschen Bischöfe hat Georg Moser die Gefangenenbesuche an Heiligabend in den 1980er Jahren für die Diözese Rottenburg-Stuttgart eingeführt.

Gefangene zu besuchen gehört zu den sieben Werken der Barmherzigkeit, die auf die neutestamentliche Schriftstelle bei Matthäus (25, 34–46) zurückgehen. In dem von Papst Franziskus ausgerufenen Jahr der Barmherzigkeit sollen diese Werke 2016 bewusst in den Blick genommen werden.

  • Initiativseite Martinsjahr 2016: „…als wäret ihr mitgefangen“ – Leben mit Gefangenen teilen