Weihnachten

Weihnachtspost verbindet Generationen

Weihnachtspost

Die viele Post, die bei der Adventsaktion der Kinderkirche eingegangen ist, sprengt den Briefkasten. Foto: Birgit Lieb-Stütz

Eine Briefaktion der Kinderkirche in der Seelsorgeeinheit Künzelsau stößt bei Schülerinnen und Schülern auf eine tolle Bereitschaft zum Mitmachen.

Fast 500 Briefe haben Schülerinnen und Schüler aus der Gegend um Künzelsau geschrieben und dazu jeweils noch einen Stern gebastelt. Allein zwei Schulen aus einem kleineren Ort bei Künzelsau haben 190 Briefe beigesteuert, wie Claudia Käfer erklärt. „Die Kinder haben teilweise gleich mehrere Briefe geschrieben“, sagt sie. Die Post soll nun älteren Menschen eine Freude machen.

Claudia Käfer, die sich in der Kinderkirche in Künzelsau engagiert, hatte die Idee zu der adventlichen Aktion nach einer Videokonferenz. In dieser hatten kirchlich Aktive überlegt, wie sie das Gemeindeleben in Zeiten von Corona gestalten können.

Vereins- und Freizeitmöglichkeiten sind für Kinder grade eingeschränkt, erklärt Claudia Käfer, selbst Mutter dreier Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren, ihre Ausgangsüberlegungen. In Pflegeeinrichtungen wiederum seien die Besuche reduziert, die Menschen seien einsam. So kam Claudia Käfer auf den Gedanken, beide Lebenssphären miteinander zu verbinden.

Zusammen mit Birgit Lieb-Stütz organisierte sie die Weihnachtspostaktion: Die beiden wandten sich an Grundschulen und richteten eine Einladung an die Kinder. Zielgruppe waren die dritten und vierten Klassen. Die Schülerinnen und Schüler wurden ermuntert, einen Brief zu schreiben. Darin sollten sie nur unter Angabe ihres Vornamens zum Beispiel erzählen, worauf sie sich an Weihnachten freuen - aber auch was sich in ihrem Leben seit Corona verändert hat, wie sie die Situation gerade erleben. Dazu sollten sie jeweils einen Stern basteln.

Sieben Schulen machten laut Claudia Käfer mit. Teilweise sei die Aktion in den Unterricht eingebunden worden. Parallel wurde die Idee auch in der Kirche vorgestellt. So stand bis zum dritten Advent in St. Paulus zusätzlich ein gelber Briefkasten, in den Kinder ihre Post einwerfen konnten. Dass es nun so viele Briefe geworden sind und die Kinder so fleißig mitgemacht haben, überrascht die beiden Organisatorinnen.

Nun soll die Zustellung der Briefe an die Einrichtungen organisiert werden. Adressaten sind das St. Bernhard und das Hofmann-Haus in Künzelsau, das Alpenland-Haus Kupferzell, das Pflegeheim in Kocherstetten und die Residenz Schloss Stetten. Die Einrichtungen sollen die Post dann unter den Bewohnerinnen und Bewohnern verteilen. Bis Weihnachten sollen alle einen Brief in Händen halten können. Und wer weiß, was sich daraus entwickelt: Vielleicht wollen einige der Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen ihrerseits mit einem Brief antworten, meint Claudia Käfer.