„Wenn ich den einen Schlüsselsatz finde…“

In Mainz würdigte am Montag die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) den australischen Autor Michael Gerard Bauer (52) für dessen Buch „Running Man“. Die Laudatio hielt der DBK-Vorsitzende, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Renz sitzt der Vergabe-Jury seit 1999 vor. In seinem letzten Bericht nannte er als Kriterium für ein preiswürdiges Buch aus seiner Sicht, „wenn ich einen Schlüsselsatz finde, für den alleine es sich lohnt zu lesen“. Renz’ Nachfolger als Jury-Vorsitzender ist Weihbischof Robert Brahm aus Trier.

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wurde zum 19. Mal vergeben. Unter Renz’ Leitung wählte die Jury in diesem Jahr aus 219 von 51 Verlagen eingereichten Büchern aus. Das von der mit einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichneten Übersetzerin Birgitt Kollmann ins Deutsche übertragene Buch „Running Man“ erzählt die Geschichte des 14-jährigen Joseph, der das Portrait einer Person zeichnen soll. Er entscheidet sich für Tom, einen Mann, der sich seit 30 Jahren von der Außenwelt verborgen hält. Tom züchtet Seidenraupen. Kontakte zu Menschen sind ihm seit seinen Vietnam-Erlebnissen verbaut. Vergeblich betete er um das Wunder, wieder leben zu können, so wie er es an seinen Seidenraupen immer wieder beobachtete.