Wichtige Weichenstellung für gelingende Integration

Die rund vier Millionen Muslime in Deutschland seien Teil der Gesellschaft, betonte der Bischof. Er habe daher seit langem die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen unterstützt. Eine akademische Ausbildung der dafür erforderlichen Religionslehrer auf Augenhöhe mit der geistes- und naturwissenschaftlichen Diskussion und nicht zuletzt auch mit der katholischen und evangelischen Theologie sei eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche aus muslimischen Familien in einen aufgeklärten Islam hineinwachsen und zugleich in einem demokratischen Gemeinwesen sozialisiert werden könnten, so Bischof Fürst.

Die Ansiedlung des neuen Zentrums für Islamwissenschaft in Tübingen bedeute auch eine Unterstützung und Würdigung der seit Jahren bestehenden Bemühungen der Tübinger Katholisch-Theologischen Fakultät und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart um einen fruchtbaren Dialog zwischen Christentum und Islam, unterstrich Bischof Fürst.

Dr. Thomas Broch