„Wir stehen an Ihrer Seite“

Rottenburg/Stuttgart. 2. März 2015. Bischof Gebhard Fürst hat den jüdischen Mitbürgern im Land seine Solidarität und seinen Beistand zugesichert. Jüdischer Glaube und jüdische Kultur gehörten zu Deutschland und müssten mit allen Kräften geschützt werden, betonte der Rottenburger Bischof am Freitag nach einem Telefongespräch mit Landesrabbiner Netanel Wurmser. „Wir stehen an der Seite der jüdischen Mitbürger“, betonte Bischof Fürst. Er verurteilte entschieden antijüdische Angriffe jeglicher Art und mahnte zu Aufmerksamkeit.

Es dürfe nicht zugelassen werden, dass als Juden erkennbare Mitbürger in Deutschland in Gefahr geraten, unterstrich der Bischof mit Bezug auf Warnungen des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Der Zentralratsvorsitzende hatte seine Glaubensgeschwister gemahnt, in so genannten Problemvierteln die Kippa, die jüdische Kopfbedeckung, nicht zu tragen. Bischof Fürst bat die jüdischen Mitbürger, in Deutschland zu bleiben. Er bezog sich damit auf Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der in Deutschland lebende Juden aufgefordert hatte, nach Israel auszuwandern. „Das Judentum ist elementarer Bestandteil unseres Landes“, so Bischof Fürst.