Wissenswertes rund ums religiöse Spiel

Rottenburg/Stuttgart. 15. September 2014. Mit einer Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Von tiefem Ernst und göttlicher Heiterkeit“ wartet das Diözesanmuseum von Rottenburg-Stuttgart in den kommenden Monaten auf. Sieben renommierte Referenten aus ganz Deutschland informieren über Religion und Spiel. Den Auftakt macht am Donnerstag um 18:30 Uhr im Stuttgarter Haus der katholischen Kirche die Professorin Christel Köhle-Hezinger von der Universität Jena. Sie spricht über „Religion spielen – Leben spielen? Zum Kontext von Biografie, Religion und Spiel“. Der Professor für Kirchengeschichte an der Universität Tübingen, Andreas Holzem, spricht zur gleichen Uhrzeit und am selben Ort am Donnerstag darauf (25. September) über den „katholischen Augenaufschlag beim Frauenzimmer“ und den Streit um die Frömmigkeit des 19. Jahrhunderts.

Am 4. Oktober geht es im Diözesanmuseum in Rottenburg um 15 Uhr mit dem Medienprofessor Johannes Tripps aus Leipzig um „Bild und Kult – handelnde Bildwerke“ und am 16. Oktober im Stuttgarter Haus der katholischen Kirche um 18:30 Uhr mit Professor Klaus Raschzok von der Augustana-Hochschule Neuendettelsau um „Luther und die Folgen für das Theater“. Am 20. November folgen in Stuttgart Vorträge zur szenischen Gestaltung von Liturgie in Mittelalter und früher Neuzeit mit Prof. Jürgen Bärsch von der Universität Eichstätt- Ingolstadt, am 11. Dezember in der Rottenburger Zehntscheuer zur Pädagogik religiösen Spiels mit dem Brauchtumsexperten Prof. Werner Mezger von der Universität Freiburg und schließlich zum Ende der Sonderausstellung am 18. Januar 2015 im Diözesanmuseum zu „Hirtenspiel und Pastoralmesse“ mit Marion Fahrenkämper von Universität Frankfurt.

„Das Diözesanmuseum präsentiert seit 25. Mai bis 18. Januar 2015 in seiner Sonderausstellung 120 Objekte, die 30 verschiedene Leihgeber zur Verfügung stellten. Es finden sich darunter wertvolle Gemälde, das Gewand eines „Kinderbischofs“, so genannte Fatschenkinder, bewegliche Krippenensembles, seltene Laterna-Magica-Glasbilder mit biblischen Motiven von Gustave Doré, Miniaturschnitzereien aus Oberammergau und Berchtesgaden bis hin zum Brettspiel „Reise in die Ewigkeit“ aus der Zeit um 1900 oder ein damals verbreiteter „Anker-Baukasten“, der auf der Weltausstellung in Paris als „gutes Spielzeug“ gezeigt wurde. Weiten Raum nimmt auch das religiöse Spiel im Privaten und in der Familie ein, aber auch im Klosterleben. Die Exponate stammen aus Klöstern und renommierten staatlichen Museen. Leihgeber sind unter anderen das Landesmuseum Württemberg, das Bayerische Nationalmuseum München, das Historische Museum Frankfurt und das Spielzeugmuseum Nürnberg sowie Diözesanmuseen wie Trier, Freising oder Mainz sowie Privathaushalte.

Hinweis: Alle Themen und Termine auf www.dioezesanmuseum-rottenburg.de. Die Öffnungszeiten des Diözesanmuseums sind dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags 11 bis 17 Uhr. Führungen nach Vereinbarung: Tel. (07472) 922180