Würdigung eines „stillen und effektiven Dienstes im Hintergrund“

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, Hans-Henning Horstmann, überreichte ihm am Donnerstag (28. Mai) in Rom das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dieser außergewöhnlichen Auszeichnung, so Lahls Heimatbischof Gebhard Fürst in einem persönlichen Glückwunschschreiben, würden vor allem die Verdienste gewürdigt, die Lahl „an der Seite und im Dienste von Walter Kardinal Kasper auf kirchlichem und politisch-diplomatischem Gebiet, national wie international“ seit vielen Jahre leiste. Für Kardinal Kasper, so Bischof Fürst weiter, sei Lahl durch seinen „stillen, aber effektiven und wichtigen Dienst im Hintergrund“ ein enger und unverzichtbarer Mitarbeiter, ohne den Kaspers Wirken für die Weltkirche und die weltweite Ökumene nicht möglich wäre.

Oliver Lahl, Jahrgang 1967, wurde 1995 zum Diakon und im Juni 1996 in der Basilika in Ulm-Wiblingen zum Priester geweiht. Als Vikar in den Friedrichshafener Pfarreien St. Nikolaus und St. Columban begann er im September 1996 seinen priesterlichen Dienst. Im September 1997 wurde er vom damaligen Rottenburg-Stuttgarter Bischof Walter Kasper als Bischöflicher Sekretär nach Rottenburg berufen. Als Walter Kasper von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1999 zunächst als Erzbischof und Sekretär und dann als Kardinal und Präsident an die Spitze des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an der römischen Kurie berufen wurde, begleitete Lahl ihn als engster Mitarbeiter dorthin.