Zeichen der heilsamen Nähe Gottes und der lebendigen Einheit der Kirche

Dieser Gottesdienst sei ein Zeichen der lebendigen Einheit und Verbundenheit zwischen allen Dekanaten und Pfarreien der Diözese sowie mit dem Bischof und der Bischofskirche, sagte der Bischof der württembergischen Katholiken.

In der Chrisammesse werden in der Karwoche nach alter Tradition durch den Bischof die liturgischen Öle geweiht, die während des Jahres in den katholischen Kirchengemeinden bei der Taufe, der Firmung oder der Krankensalbung, aber etwa auch bei Altarweihen oder der Weihe eines Bischofs verwendet werden. Die geweihten Öle versinnbildlichen in der kirchlichen Liturgie den Gesalbten, so das deutsche Wort für das hebräische Wort Messias oder das griechische Christus. Die anwesenden Geistlichen aus der ganzen Diözese nehmen die Öle anschließend in die Pfarreien ihrer Dekanate mit.

Die Sendung Christi, des Gesalbten, bedeute Heilung für die Menschen, "gerade für die Armen, Niedergebeugten, die Schwachen, die Erkrankten, die Ausgeschlossenen", sagte der Bischof. Daher seien die heiligen Öle "lebendige Zeichen der heilsamen Nähe des menschenfreundlichen Gottes". Sie seien aber auch Zeichen für "den großartigen Auftrag", zu dem Christen "in der Spur Jesu" berufen seien. Sie zeigten, wie "die diakonische Kirche unter den Menschen und für die Menschen" wirke und wie Gott "in menschlichen Gebärden" den Menschen nahe sei. Die Symbolik des Salbens sei ohne den Inhalt der heilenden Botschaft für die Menschen nicht verständlich. "Salbung und Sendung gehören zutiefst zusammen", betonte der Bischof. "Seien wir gute Botschafter seiner guten Botschaft", gab Bischof den Anwesenden mit auf den Weg in ihre Heimatgemeinden; "seien wir sensibel, schenken wir Aufmerksamkeit und Sympathie, die Fähigkeit mitzuleiden, loszugehen dort, wo es Not tut."