Kirchenmusik

"Zeitlos" singen und Generationen verbinden

Die Jugendband „timeless“ versteht ihre Musik als „zeitlos“, indem sie Generationen verbinden will: (von links) Verena Spiegler, Lena Welsch, Julia Krez, Benedikt und Niklas Maier, Simon Hettich, Stefan und Michael Simla, Sarah Segsa, Alina Neukamm. Foto: Schwenk

Die Menschen mitreißen, die Sinne ansprechen und zur Ehre des Herrn singen – so versteht die Jugendband „timeless“ ihre Musik.

Ein warmer, ganz einmütig klingender Gesangsstrahl strömt an diesem Samstag bei einem Erstkommuniongottesdienst von der Empore der barocken St. Georgskirche. „Möge die Liebe Gottes mit Dir sein“ bekommt durch die Interpretation der Jugendband „timeless“ noch eine tiefere Dimension und berührt in der Seele. „timeless – zeitlos“ ist die Jugendband der St. Georgsgemeinde. In der ganzen Seelsorgeeinheit Wasseralfingen-Hofen und darüber hinaus sind die zehn Bandmitglieder unterwegs; in wechselnder Besetzung geben sie sich wunderbaren Melodien und mitreißendem Rhythmus hin.

„Wir wählen die Lieder passend zur Liturgie oder zum Thema des Gottesdienstes aus“, sagt Simon Hettich. Er sitzt am Keyboard, begleitet mit vollen Akkorden und versiertem Spiel. Außerdem singt er. Und gemeinsam mit Stefan und Michael Simla, die an diesem Samstag für eine farbige Gottesdienstbegleitung sorgen, gelingt dieser schöne Klang. Noch sprühender ist das Ganze natürlich, wenn alle anderen Mitglieder der Band auch dabei sind: Annika Spiegler, Julia Krez, Lena Welsch, Benedikt und Niklas Maier, Sarah Segsa und Alina Neukamm komplettieren das Ensemble mit dem besonderen, durchdachten Namen.

Großes Repertoire, passgenau interpretiert

„timeless“ hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, tatsächlich zeitlos zu singen, die Generationen zu verbinden und für alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ansprechende Musik zu bieten. „Wir singen Lieder aus dem Gotteslob, traditionelle Lieder, aber auch aus dem Liederbuch ‚Einklang‘ der Seelsorgeeinheit“, berichten die drei jungen Männer. Außerdem suchen die Bandmitglieder weltliche Lieder mit aktuellem Bezug heraus. Mittlerweile hat sich „timeless“ ein großes Repertoire angeeignet. Mit Musik, die für alle da ist und passgenau interpretiert wird.

Als sich die Jugendband am Christkönigssonntag 2009 zum ersten Mal einbrachte, da war der Bandname durchdacht – und das Logo kreiert. Es zeigt eine Uhr, deren Zeiger auf 15 Uhr stehen. „Der Moment, als Jesus am Karfreitag starb“, erklärt Stefan Simla. Die Zeit blieb stehen. Zeitlos – timeless. Es werden Werke gespielt, die über alte, bekannte Lieder hinweg, über junge und moderne Stücke, bis hin zu topaktuellen Musiktiteln mit christlichem Bezug, reichen. „Außerdem drückt der Bandname die Glaubensverbundenheit der Bandmitglieder aus." Wenn etwas zeitlos ist, ist es ewig. Ewig ist auch Gott, seine Existenz ist immer und wird immer sein.

Indessen geht der Erstkommuniongottesdienst an diesem Samstag zu Ende. „Möge die Straße uns zusammenführen“, strömt es durch das Kirchenschiff. Noch einmal klingt der Stimmenguss, die fröhliche, aber auch besinnliche Interpretation der Musik. Dass man als Gemeindemitglied nicht mitsingen darf, in dieser Zeit der Pandemie – ist dann gar nicht mehr so schlimm…