Zugang zur Hochschule für Erzieherinnen und Erzieher ist ein richtiger Schritt nach vorn

Die CDU-Landtagsfraktion hat diese Entscheidung im Rahmen der Verabschiedung der ersten Tranche des Hochschulausbauprogramms 2012 für die Pädagogischen Hochschulen getroffen. Sie macht damit deutlich, wie wichtig frühkindliche Bildung und Erziehung ist. Mit Blick auf die gestiegenen Anforderungen in diesem pädagogischen Bereich sowie auf die Vorgaben des Orientierungsplans sind akademisch ausgebildete Fachkräfte aus Sicht der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Fortschritt. Das Angebot eines Studiums für Erzieherinnen wird junge begabte Frauen motivieren, sich über die Fachschulausbildung hinaus für besondere Aufgaben im Kindergarten zu qualifizieren. Dazu gehören Leitungsaufgaben oder die Sprachförderung. Als nächster Schritt wird nun eine Entscheidung erwartet, mit welchem Anteil die Fachschulausbildung der Erzieherinnen und Erzieher auf das Hochschulstudium angerechnet wird.

Allerdings hat Qualität auch im Kindergarten ihren Preis. Es wird darauf ankommen, dass die akademisch ausgebildeten pädagogischen Kräfte künftig auch eine Anstellung erhalten. Die Trägerorganisationen in Baden-Württemberg müssen sich daher einerseits darauf verständigen, dass akademisch ausgebildete Fachkräfte für die entsprechenden Aufgaben eingesetzt werden, andererseits müssen die Träger in den Entgeltverhandlungen mit den Kommunen als Kostenträgern darauf dringen, dass die erforderlichen finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart erwartet dazu von der Landesregierung ein entsprechendes Signal an die Kommunen.