Dekanat Böblingen

Zukunft des Projekts ist gesichert

Zukunft des Projekts ist gesichert

Sie freuen sich über die Fortsetzung des Projekts: (v. l.) Vladimir Lukic, Birgit Schütz, stellv. Gew. Vorsitzende Dekanatsrat, Andreas Senn. Bild: Dekanat Böblingen

Vor kurzem hat beim Projekt „Dem Himmel nah – Interreligiöser Dialog Region Böblingen“ ein Generationswechsel stattgefunden.

Vladimir Lukic, neu ernannter Pastoralreferent in Leonberg, übernahm im Rahmen der Profilstelle für interreligiösen Dialog die hauptamtliche Verantwortung für das Projekt. Aufgewachsen in Travnik und Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) ist Lukic von Kindheit an mit dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen vertraut und daher bestens für diese Aufgabe vorbereitet, so seine Aussage: „Für mich geht es beim Dialog der Religionen nicht nur um die Frage, was uns verbindet und was uns trennt, sondern vielmehr um die Frage: Wie können wir unsere eigenen Positionen ins Gespräch bringen, ohne die andere abzuwerten? Da ich aus einem Land komme, in dem der interreligiöse Dialog – besonders zwischen Islam und Christentum – für ein gesundes Funktionieren der Gesellschaft notwendig ist, hoffe ich, dass ich durch meine Lebenserfahrungen zum Dialog beitragen werde.“

Der Geschäftsführende Ausschuss des katholischen Dekanatsrates würdigte die Aufbauarbeit, die Pastoralreferent Andreas Senn auf dem Feld des interreligiösen Dialogs seit 2016 geleistet hat. Senn steht auch in seinem Ruhestand weiterhin ehrenamtlich für diese Aufgabe zur Verfügung und bringt seine vielfältige Erfahrung und Vernetzung in den kirchlichen/religiösen und kommunalen Bereich mit ein – damit wird das Engagement der katholischen Kirche für diesen Bereich deutlich gestärkt. „Ich bin froh“, so Pastoralreferent Senn, „dass mit Vladimir Lukic eine kompetente Person gefunden wurde, die das interreligiöse Projekt weiterführt, neue Impulse mitbringt und so für das Begonnene eine dauerhafte Weiterentwicklung gesichert ist.“

Das katholische Dekanat, vertreten durch Peter Starting als Gewähltem Vorsitzenden gemeinsam mit Dekan Anton Feil, setzt mit dieser Stellenbesetzung ein Zeichen: Die zunehmenden nationalistischen Strömungen, Abschottungstendenzen einzelner Religionsgemeinschaften und wachsende Fremdenfeindlichkeit brauchen dringend Zeichen des gelingenden Miteinanders der Religionen und gegenseitige Bereicherung, so die Stellungnahme der beiden Repräsentanten der Dekanatsleitung: „Wir stehen für Wertschätzung und Ansehen jedes Menschen, jeder Kultur, jeder Religion – wenn die Vorzeichen klar sind: Nein zu jeder Gewalt im Namen Gottes, Ja zur nicht verhandelbaren Würde, die jedem Menschen zukommt." Das Handeln Jesu Christi zeige: „Zukunft haben die Menschen des Friedens. Dass Salām und Schalom, dieser Gott gewollte Friede immer umfassender werde, dafür wollen wir in unserem Wirken Zeichen setzen.“