Zwei neue Monsignori in der Diözesanleitung

Bischof Gebhard Fürst überreichte den beiden Domkapitularen am Dienstag, 15. Februar, die Urkunden.

In der Begründung dieser Ehrung wird Paul Hildebrand als eine Persönlichkeit charakterisiert, die Ermutigung ausstrahlt und in neugieriger Offenheit auf Augenhöhe mit der Gegenwart lebt. In besonderer Weise sei er am diakonischen Profil der Kirche orientiert, die auf diese Weise glaubwürdig und missionarisch sein müsse. Auch einer einladenden Feier der Liturgie gelte sein Augenmerk. In seinen Aufgabenbereich als Verantwortlicher für das Pastorale Personal der Diözese, den er seit April 2009 wahrnimmt, bringe er reichhaltige Erfahrungen aus der unterschiedlichsten Bereichen der Seelsorge sowie zahlreiche in Fortbildungen erworbene Kompetenzen ein, heißt es in der Würdigung.

Ein hohes Maß an Besonnenheit, Beharrlichkeit, Geduld und Fingerspitzengefühl wird dem promovierten Kirchenhistoriker Uwe Scharfenecker in der Begründung der päpstlichen Ehrung attestiert. Dadurch bringe er für die zahlreichen Facetten und differenzierten Aufgaben eines Bischofsvikars für die Ausbildung pastoraler Dienste und für sein Amt als stellvertretender Generalvikar ausgezeichnete Voraussetzungen mit. Über seine engeren beruflichen Aufgaben hinaus engagiere er sich besonders in historischen Fragen für die Anliegen der Diözese. Seinen Verantwortungsbereich in der Ausbildung des Seelsorgernachwuchses habe der vormalige Gemeindepfarrer und Dekan im April 2009 mit dem Ruf eines hochqualifizierten Theologen und Seelsorgers angetreten.

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Paul Hildebrand
wurde 1951 in Wangen im Allgäu geboren. Nach der Schulzeit in Leutkirch und Ehingen an der Donau studierte er von 1970 bis 1975 katholische Theologie. Er wurde nach einem pastoralen Jahrespraktikum 1976 zum Diakon geweiht. Sein Weg als Diakon führte ihn in die Pfarrei St. Martin in Biberach/Riß. Nach der Priesterweihe durch Bischof Georg Moser im März 1978 in der Klosterkirche in Ulm-Wiblingen war Paul Hildebrand zunächst bis 1980 Vikar an der Münstergemeinde Heilig Kreuz in Rottweil, anschließend bis 1982 an der Münstergemeinde St. Paul in Esslingen. Dann folgten einige Jahre in der Jugendseelsorge: zunächst von 1982 bis 1989 als Dekanatsjugendseelsorger und Jugendpfarrer der Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Stuttgart, dann von 1989 bis 1996 als Diözesanjugendseelsorger des BDKJ und Leiter des Bischöflichen Jugendamtes in Wernau am Neckar. Im Juni 1997 zog es Paul Hildebrand wieder als Pfarrer in die Gemeindeseelsorge in der Pfarrei St. Paul nach Esslingen zurück. Seit 1999 war er Dekan des Dekanats Esslingen, später Kreisdekan. Von 2003 bis 2007 war Paul Hildebrand Moderator der Dekanekonferenz der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Seit 21. April 2009 ist er Domkapitular und Hauptabteilungsleiter der Abteilung „Pastorales Personal“ (V).

Zu seinen Aufgaben als Leiter der Hauptabteilung „Pastorales Personal“ gehören die Personalführung und die Seelsorge der hauptamtlich in der Pastoral der Diözese tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Stellenplanung, der Personaleinsatz und die Personalentwicklung. Er nimmt die unmittelbare Dienst- und Fachaufsicht für die Dekane wahr, ebenso die übergeordnete Dienst- und Fachaufsicht für die Priester, die Aushilfen und Vertretungen, die Mitarbeitenden in den Katholischen Muttersprachlichen Gemeinden und die Diakone. Er ist zuständig für die Pastoralreferentinnen und –referenten, Gemeindereferentinnen und –referenten, die Dekane sowie die Dekanatsreferentinnen und –referenten. Auch die Betreuung der Pfarrhausfrauen gehört in seinen Zuständigkeitsbereich. Neben weiteren Aufgaben ist der Leiter der Hauptabteilung V auch Gebietsreferent für die Dekanate Allgäu-Oberschwaben und Friedrichshafen.

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Dr. theol. Uwe Scharfenecker
wurde am 24. März 1964 in Aalen geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er katholische Theologie in Tübingen und Würzburg. Am 17. Dezember 1988 wurde er im Dom zu Rottenburg zum Diakon und am 30. Juni 1990 in Weingarten zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er in den Jahren 1990 bis 1992 als Vikar in der Pfarrei St. Georg in Ulm und anschließend in der Pfarrei St. Maria in Heidenheim. Im Jahr 1992 wurde er wissenschaftlicher Assistent von Professor Dr. Hubert Wolf an der Universität Frankfurt/Main und zum Promotionsstudium freigestellt. In der Diözese Limburg war er in dieser Zeit als Seelsorger tätig. Im Jahr 1998 wurde er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt mit dem Prädikat zum summa cum laude Doktor der Theologie promoviert. Seine Dissertation trägt den Titel: „Die Katholisch-Theologische Fakultät Giessen (1830-1859). Ereignisse, Strukturen, Personen“.

Ab 1. September 1996 wurde Uwe Scharfenecker Pastoraler Mitarbeiter mit dem Titel Pfarrer in der Pfarrei St. Bonifatius in Hofherrnweiler im Dekanat Aalen; 1997 wurde ihm die Pfarrei St. Dionysius in Neckarsulm verliehen. Am 4. Mai 2006 wurde er zum Dekan des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm gewählt. Seit 21. April 2009 ist Uwe Scharfenecker Domkapitular und Hauptabteilungsleiter der Abteilung „Ausbildung pastorale Berufe“ (I) und zugleich Bischofsvikar für die Ausbildung pastoraler Dienste. Weiterhin wurde er zum Gebietsreferenten für die Region mit den Dekanaten Balingen, Calw, Freudenstadt, Rottenburg, Rottweil und Tuttlingen-Spaichingen ernannt. Am 1. April 2010 hat ihn Bischof Gebhard Fürst zum Stellvertreter im Amt des Generalvikars berufen.

Scharfeneckers Aufgabenbereich umfasst ein breites Spektrum. Dazu gehört die Ausbildung der Priester und Diakone, der Pastoralreferentinnen und –referenten sowie der Gemeindereferentinnen und –referenten. Übertragen wurde ihm auch die Verantwortung für die Diözesanstelle Berufe der Kirche, für das Priesterseminar der Diözese in Rottenburg-Stuttgart und für die Tübinger diözesanen Institutionen, das Theologenkonvikt Wilhelmsstift, das Theologische Vorseminar Ambrosianum, das Religionspädagogische Mentorat und das Theologische Mentorat. Zu nennen ist schließlich die Vertretung der Diözese gegenüber der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, der Katholischen Hochschule in Freiburg sowie der Fachakademie zur Ausbildung von Gemeindereferentinnen und -referenten in Freiburg.