Zwischen Himmel und Erde

Am Samstag findet dort der Ordenstag der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammen mit Bischof Gebhard Fürst statt; das Treffen wird nur alle drei bis fünf Jahre organisiert. 500 Ordensfrauen und –männer kommen in die Stadt am Neckar, die im Mittelalter ein reiches Klosterleben hatte.

Sechs Bettelordensklöster und elf Pfleghöfe gab es in Esslingen im Spätmittelalter bis zu der in Esslingen 1531 eingeführten Reformation - so viele wie in keiner anderen süddeutschen Stadt vergleichbarer Größe zu jener Zeit. Noch bis 31. Januar wird dort eine Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde – Klöster und Pfleghöfe in Esslingen“ gezeigt. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind heute 50 vor allem weibliche Ordensgemeinschaften mit insgesamt rund 2.000 Mitgliedern vertreten. Sie engagieren sich unter anderem für Notleidende, in der Kranken- und Altenpflege, in Seelsorge und Bildung.

Beim Treffen im Esslinger Neckarforum spricht am Vormittag nach einer Begrüßung durch Bischof Fürst Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger ein Grußwort; der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Joachim Halbekann, hält danach einen Vortrag „Heller als Sonne und Mond – Die Esslinger Klöster und Pfleghöfe im 13. und 14. Jahrhundert“. Am Nachmittag steht unter anderem ein Rundgang durch die Stadt, Kirchen und die Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde“ auf dem Programm. Den Abschluss bildet um 15.30 Uhr ein Pontifikalgottesdienst mit Bischof Fürst und Weihbischof Thomas Maria Renz im Münster St. Paul.

Uwe Renz