Zwölf Kirchengemeinden bestehen Öko-Test

Umweltschutz sei immer konkret, so Stroppel. Die zwölf Kirchengemeinden hätten Energie, Wasser oder Strom eingespart, Gebäude umweltfreundlich gestaltet oder den Müll reduziert. Durch dieses praktische Handeln gewinne das Zeugnis von Gottes Liebe zu seiner Schöpfung und zu allen Lebewesen an Glaubwürdigkeit. Die Schöpfungsbeauftragten in den Kirchengemeiden ermunterte der Generalvikar, weitere Kirchengemeiden beim Umweltschutz zu unterstützen: „Gehen Sie hinaus in die Kirchengemeinden und Einrichtungen unserer Diözese und wirken Sie dort segenreich für Gottes Schöpfung.“ Die Glaubenden forderte der Generalvikar auf, dafür zu beten, dass die Menschheit die Zeichen der Zeit erkenne. Der Klimawandel bedrohe das Leben der kommenden Generation. Die Schöpfung Gottes werde um eine ihrer wesentlichen Qualitäten beraubt. Der Generalvikar kündigte an, dass die Diözese Rottenburg-Stuttgart sich bei ihren eigenen Gebäuden stärker als bisher um Energieeinsparung bemühen und regenerative Energien nutzen werde.

Als einen Meilenstein für die Bewahrung der Schöpfung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bezeichnete der zuständige Ordinariatsrat Joachim Drumm den Abschluss des kirchlichen Umweltmanagements der zwölf Kirchengemeinden. Der Umweltschutz werde zwar von allen als dringlich angesehen, dennoch oft aufgrund kurzfristiger wirtschaftlicher Erwägungen, konjunktureller Rücksichten oder politischer Kompromisse auf die lange Bank geschoben. Die Gesellschaft gleiche einer Reisegruppe, die wisse, dass sie in die falsche Richtung fahre und dennoch keinen Wendepunkt für geeignet halte. Die Vertreter der zwölf Kirchengemeinden hätten kleine, aber gangbare Schritte vollzogen und damit einen stetigen Umkehrprozess eingeleitet.

Die zwölf Kirchengemeinden aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart hatten am einjährigen diözesanen Pilotprojekt "Umweltmanagement in Kirchengemeinden" teilgenommen. Es dient dazu, den Umweltschutz in der Gemeinde systematisch zu verbessern. Dazu gehört, Möglichkeiten zum effizienteren Umgang mit Energie zu entwickeln und einen Beitrag zur Schonung knapper werdender natürlicher Ressourcen wie Wasser oder Papier zu leisten. Zugleich wollen die zwölf Pfarreien ihr Gemeindeleben stärker an der Bewahrung der Schöpfung ausrichten. Das verstärkte Engagement für die Schöpfung und die Einsparung von Kosten für Energie, Wasser oder Müllentsorgung in der Gemeinde gingen dabei Hand in Hand. Begleitet und unterstützt werden die Gemeinden von zwölf ehrenamtlichen Schöpfungsbeauftragten aus der eigenen und weiteren zwölf externen Umweltauditoren aus anderen Gemeinden, die sich zusammen in einer praxisbegleitenden Fortbildung für ihre neue Aufgabe qualifizierten. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Pilotprojekt erhalten die Kirchengemeinden das europäische Umweltsiegel entsprechend der EU-Öko-Audit-Verordnung (EMAS). Folgende Kirchengemeinden nehmen an dem Projekt teil:

St. Georg, Stuttgart
St. Antonius, Stuttgart-Zuffenhausen
Herz Jesu, Auenwald-Ebersberg
St. Moriz, Rottenburg
Zum heiligen Kreuz, Horb am Neckar
St. Konrad, Horb-Grünmettstetten
Mariä Himmelfahrt, Rechberghausen
Christus König, Welzheim
St. Petrus und Paulus, Pleidelsheim-Ingersheim

Das Projekt "Umweltmanagement in Kirchengemeinden" wird finanziell gefördert durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Land Baden-Württemberg. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind bereits das Jugendbildungshaus St. Norbert in Rot an der Rot und die Diözesanakademie mit dem Tagungshaus Hohenheim und der Geschäftsstelle in Stuttgart nach der EU-Öko Audit Verordnung EMAS validiert.