Hilfsorganisationen

Aktion "Helfen bringt Freude" sammelt 778.000 Euro

Die Spendenaktion "Helfen bringt Freude" 2026 der Schwäbischen Zeitung und des Diözesancaritasverbands Rottenburg-Stuttgart endet mit der Scheckübergabe im Bischofshaus in Rottenburg.

Sie freuen sich über das Spendenergebnis der Aktion „Helfen bringt Freude“ 2025/2026 (von links): Ludger Möllers, Projektleiter „Helfen bringt Freude“ bei der Schwäbischen Zeitung, Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg, Simon Fehr, Referent der Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung, Christa Gebhard, Projektleitung „Partnerschaft Nordirak“ im Staatsministerium Baden-Württemberg, Christine Krug, Psychologische Familien- und Lebensberatung der Caritas Ulm-Biberach, Dr. Christoph Grammer, Referatsleiter Entwicklungspolitik im Staatsministerium Baden-Württemberg, Kathrin Herzog, Projektkoordinatorin „Helfen bringt Freude“ beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Christoph Reisinger, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, Dr. Klaus Krämer, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Markus Kampling, Vorsitzender der Caritas Flüchtlingshilfe Essen, Katrin Öhler, Leitung Kompetenzzentrum Solidaritätsstiftung des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und Barbara Walter, Teamleitung Fundraising beim Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Bischof Dr. Klaus Krämer dankt allen Beteiligten und spricht auch das diözesane Engagement im Nordirak an, um Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Bei einer Feierstunde mit Scheckübergabe endete im Rottenburger Bischofshaus die 13. Auflage der Aktion „Helfen bringt Freude“ des Medienhauses Schwäbisch Media und des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dabei spendeten die Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung rund 778.000 Euro. Das Geld fließt zu einem Teil an Hilfsinitiativen im Verbreitungsgebiet der Zeitung und zum anderen Teil wird es für die Bekämpfung von Fluchtursachen weltweit verwendet, wobei ein Schwerpunkt auf der Hilfe für den Nordirak liegt.

Große Solidarität

Bischof Dr. Klaus Krämer sprach allen Beteiligten, insbesondere den Spenderinnen und Spendern sowie den Projektpartnern vor Ort, seinen herzlichen Dank aus. Die Aktion „Helfen bringt Freude“ ermögliche Projekte, bei denen die Hilfe wirkt und ankommt, sagte der Bischof und nannte beispielhaft die Bereitstellung von Schulbussen, um damit den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sowie die therapeutische Betreuung von Gewaltopfern. Die Spendenaktion verweise zudem darauf, dass trotz aller Probleme vor Ort auch die Notsituationen von Menschen aus anderen Regionen dieser Welt wahrgenommen werden. Dies zeuge von einer großen Solidarität unter den Leserinnen und Lesern der Zeitung. „Das ist ein ermutigendes Zeichen“, unterstrich Dr. Krämer.

Eine wichtige Partnerregion

Auch für die Diözese Rottenburg-Stuttgart sei der Norden des Irak eine wichtige Partnerregion, mit der man seit Jahren in engem Kontakt steht, setzte der Bischof hinzu. So seien seit dem Jahr 2015 Projekte im Norden des Irak mit rund fünf Millionen Euro durch die Diözese unterstützt worden. Von besonderer Bedeutung sei es dabei, jungen Menschen Zukunftsperspektiven vor Ort zu geben, die es ihnen ermögliche, im Land zu bleiben. Das gelinge beispielsweise durch die katholische Universität in Erbil, sagte der Bischof.

Tiefe Verwurzlung des christlichen Glaubens

Dr. Christoph Reisinger, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, verwies auf die konstante Zahl von über 5000 Einzelspenden, die auch im vergangenen Jahr mit der Aktion generiert werden konnte. „Das sagt viel über die Aktion und die Region aus, in der sie stattfindet“, hielt er anerkennend fest. Ohne die tiefe Verwurzlung des christlichen Glaubens im Verbreitungsgebiet der Zeitung ließe sich der Erfolg der Spendenaktion nicht erklären, sagte Dr. Reisinger.

Kräfte bündeln

Mit bei der Feierstunde dabei waren auch Dr. Christoph Grammer, Referatsleiter „Entwicklungspolitik“ im Staatsministerium Baden-Württemberg, und Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg. Dr. Grammer sprach angesichts der Aktion „Helfen bringt Freude“ von einem „sehr wertvollen Bündnis“, bei dem sich der Caritasverband um die Abwicklung der Spenden kümmere und die Schwäbische Zeitung mit ihrer Berichterstattung um die nötige Unterstützung. Keil sagte, dass es darum geht, „Kräfte zu bündeln“ und Markus Kampling, Vorsitzender der kooperierenden Caritas Flüchtlingshilfe Essen, hielt fest, dass die bestehenden Strukturen es ermöglichten, Hilfe im Nordirak zu leisten.

Zum Hintergrund

Die Aktion „Helfen bringt Freude“, bei der die „Schwäbische Zeitung“ in Zusammenarbeit mit dem Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart ihre Leser um Spenden bittet, hat von 2013 bis Anfang 2026 7,8 Millionen Euro erbracht. 2013 und 2014 widmete sich die Aktion der Bekämpfung der Kinderarmut, 2015 ging es um die Hospiz- und Palliativversorgung im ländlichen Raum. Seit 2015 steht das Motto „Fluchtursachen weltweit bekämpfen“ über der Aktion.

Die Erlöse in den Jahren 2016 bis 2024 (6,54 Millionen Euro) flossen etwa je zur Hälfte in lokale Initiativen aus dem Verbreitungsgebiet der „Schwäbischen Zeitung“. 2025 waren dies 106 Initiativen und jede der 106 lokalen Aktionen wird aus der Aktion 2025/26 voraussichtlich 2900 Euro bekommen. Diese Initiativen werden von Ehrenamtlichen aus der oberschwäbischen Zivilgesellschaft getragen.

Die andere Hälfte des Geldes fließt in Projekte für geflüchtete Jesiden in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Auch engagiert sich die Aktion für Christen in der Ninive-Ebene und an der irakisch-türkischen Grenze. Ebenso wird Unterstützung für die Katholische Universität in Erbil von Erzbischof Warda organisiert und aktuell auch Nothilfe für Flüchtlinge in Syrien. Die Autonome Region Kurdistan profitiert aus der Kampagne 2025/26 mit 426.000 Euro.