Bei einer Feierstunde mit Scheckübergabe endete im Rottenburger Bischofshaus die 13. Auflage der Aktion „Helfen bringt Freude“ des Medienhauses Schwäbisch Media und des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dabei spendeten die Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung rund 778.000 Euro. Das Geld fließt zu einem Teil an Hilfsinitiativen im Verbreitungsgebiet der Zeitung und zum anderen Teil wird es für die Bekämpfung von Fluchtursachen weltweit verwendet, wobei ein Schwerpunkt auf der Hilfe für den Nordirak liegt.
Große Solidarität
Bischof Dr. Klaus Krämer sprach allen Beteiligten, insbesondere den Spenderinnen und Spendern sowie den Projektpartnern vor Ort, seinen herzlichen Dank aus. Die Aktion „Helfen bringt Freude“ ermögliche Projekte, bei denen die Hilfe wirkt und ankommt, sagte der Bischof und nannte beispielhaft die Bereitstellung von Schulbussen, um damit den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sowie die therapeutische Betreuung von Gewaltopfern. Die Spendenaktion verweise zudem darauf, dass trotz aller Probleme vor Ort auch die Notsituationen von Menschen aus anderen Regionen dieser Welt wahrgenommen werden. Dies zeuge von einer großen Solidarität unter den Leserinnen und Lesern der Zeitung. „Das ist ein ermutigendes Zeichen“, unterstrich Dr. Krämer.
Eine wichtige Partnerregion
Auch für die Diözese Rottenburg-Stuttgart sei der Norden des Irak eine wichtige Partnerregion, mit der man seit Jahren in engem Kontakt steht, setzte der Bischof hinzu. So seien seit dem Jahr 2015 Projekte im Norden des Irak mit rund fünf Millionen Euro durch die Diözese unterstützt worden. Von besonderer Bedeutung sei es dabei, jungen Menschen Zukunftsperspektiven vor Ort zu geben, die es ihnen ermögliche, im Land zu bleiben. Das gelinge beispielsweise durch die katholische Universität in Erbil, sagte der Bischof.
Tiefe Verwurzlung des christlichen Glaubens
Dr. Christoph Reisinger, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, verwies auf die konstante Zahl von über 5000 Einzelspenden, die auch im vergangenen Jahr mit der Aktion generiert werden konnte. „Das sagt viel über die Aktion und die Region aus, in der sie stattfindet“, hielt er anerkennend fest. Ohne die tiefe Verwurzlung des christlichen Glaubens im Verbreitungsgebiet der Zeitung ließe sich der Erfolg der Spendenaktion nicht erklären, sagte Dr. Reisinger.
Kräfte bündeln
Mit bei der Feierstunde dabei waren auch Dr. Christoph Grammer, Referatsleiter „Entwicklungspolitik“ im Staatsministerium Baden-Württemberg, und Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg. Dr. Grammer sprach angesichts der Aktion „Helfen bringt Freude“ von einem „sehr wertvollen Bündnis“, bei dem sich der Caritasverband um die Abwicklung der Spenden kümmere und die Schwäbische Zeitung mit ihrer Berichterstattung um die nötige Unterstützung. Keil sagte, dass es darum geht, „Kräfte zu bündeln“ und Markus Kampling, Vorsitzender der kooperierenden Caritas Flüchtlingshilfe Essen, hielt fest, dass die bestehenden Strukturen es ermöglichten, Hilfe im Nordirak zu leisten.


