Soziales

Alle Einsätze haben ihren besonderen Reiz

Helfen lernen: Sie alle haben bereits einmal den Sozialführerschein durchlaufen und sind in ganz unterschiedlichen ehrenamtlichen Einsätzen. Einmal im Jahr gibt es ein Austauschtreffen. Foto: Schwenk

An mehreren Orten auf der Ostalb starten wieder die „Sozialführerscheine". Der Qualifizierungskurs dient als Einstieg in ein soziales Ehrenamt.

Wie funktioniert Ehrenamt? Was ist für mich sinnvoll und lässt sich in meinen Alltag integrieren? Wie führe ich Gespräche und was muss ich an Rechtlichem beachten? Diese Fragen stellt sich sicher der Eine oder die Andere, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Der „Sozialführerschein" beantwortet all diese Fragen und bietet darüber hinaus noch mehr, was persönlich weiterbringen kann. Einmal im Jahr treffen sich zudem die Absolventinnen und Absolventen der Sozialführerscheine zum Austausch.

Ein Kernstück des Sozialführerscheins ist der Abend „Von der Theorie zur Praxis“. Hier stellen sich verschiedene Einrichtungen und Dienste vor, die auf der Suche nach ehrenamtlich Tätigen sind. Denn oftmals stellt sich als allererstes die Frage, was man eigentlich machen will. „Hier ist sicher für jede und jeden etwas dabei“, ist Klaus Dieter Zekl überzeugt. Er hat im vergangenen Jahr den Kurs „Sozialführerschein“ durchlaufen und kann nur Positives berichten. „Die Grundlagenqualifizierungen, wie zum Beispiel ‚Rahmenbedingungen für das Ehrenamt‘ sind sehr wertvoll. Auch die Abende zu „Focus Lebenswelten“, zu „Wertschätzende Kommunikation“ oder „Vielfalt leben“ haben ihm sehr gut gefallen. Klaus Dieter Zekl engagiert sich nun bei der Caritas. Dort hilft er Menschen beim Ausfüllen von Formularen. Außerdem bietet er ein offenes Ohr mit den „Orten des Zuhörens“, einem ganz unverbindlichen Gesprächsangebot.

„Unsere Teilnehmenden am Sozialführerschein können auch alle ein Schnupperpraktikum machen“, berichtet Diakon Jörg Dolmetsch. Auch der Austausch darüber sei immer sehr interessant. Der Austausch steht an diesem Abend im Vordergrund. Gemeinsam mit Dorothea Steidle von der Caritas moderiert er den Abend.

Eine lange Zeit ist auch Maria Allet schon ehrenamtlich unterwegs. Ein Schnupperpraktikum hat sie bereits in der Kleiderkammer und in der Gemeindepsychiatrie absolviert. Momentan arbeitet sie ehrenamtlich in der Tagespflege bei den Anna-Schwestern mit. Darüber hinaus ist sie bei der Vesperkirche und beim ökumenischen Mittagstisch engagiert.

Die Einsatzorte der anderen Teilnehmenden des Austauschtreffens sind die Familienpaten, das Repair-Café, das Café Malta und der Einsatz in einer Lesepatenschaft im Kindergarten.

„Alle Einsätze haben ihren besonderen Reiz“, findet Dorothea Steidle. Man könne sich auch nur temporär engagieren. In jedem Fall sei man begleitet von den Verantwortlichen für den Sozialführerschein. Und das sind die Caritas Ostwürttemberg, der Diakonieverband Ostalb, die katholischen und evangelischen Kirchen, die Stadt Lauchheim und die Gemeinde Westhausen.

„Auch wenn die Platzzahl begrenzt ist, freuen wir uns über jede Anmeldung zum Sozialführerschein“, resümieren die Verantwortlichen. Denn das unentgeltliche Engagement ist für die Gesellschaft einfach unbezahlbar.

INFO

Sozialführerscheine 2026 im Dekanat Ostalb

Lauchheim/Westhausen: ab Donnerstag, 29. Januar, um 19 Uhr, Gemeindesaal St. Petrus und Paulus, Pfarrer-Bestlin-Str. 16, Anmeldung bis 22. Januar bei annika.vaas(at)westhausen.de

Aalen: ab Mittwoch, 11. Februar, um 18.30 Uhr, Salvatorheim, Bohlstr. 5, Anmeldung bis 4. Februar bei dolmetsch(at)diakonieverband-ostalb.de

Waldstetten: ab Mittwoch, 18. März, um 18.30 Uhr, Begegnungsstätte St. Johannes, Rechbachweg 14, Anmeldung bis 20. Februar bei proelss.s(at)caritas-dicvrs.de

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