Schulen

Alles andere als "EGAL?"

Religion und Glaube gehören zum menschlichen Leben und daher auch zu den Themen, mit denen sich schulische Bildung befasst. Symbolbild: iStock.com / Ridofranz

Die gesellschaftliche Bedeutung des Religionsunterrichts: Auftakt der Veranstaltungsreihe der vier großen Kirchen ist am 21. September in Stuttgart.

Auf die nach wie vor hohe Bedeutung des Religionsunterrichts soll eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Erzdiözese Freiburg, der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg aufmerksam machen.

Die Zentralveranstaltung der Reihe findet am 21. September um 18 Uhr im Hospitalhof Stuttgart statt. Sie stellt das Thema in einen weiten Rahmen: Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die badische evangelische Landesbischöfin Heike Springhart und der Jurist, Islamwissenschaftler und Journalist Michel Abdollahi werden in einer Podiumsdiskussion der Frage nach der Bedeutung von Religion für die Gesellschaft nachgehen. 

Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des Lebens

Die Podiumsdiskussion bildet den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen, die sich in diesem Herbst unter der Überschrift „EGAL?“ mit Religion, religiöser Bildung und deren Rolle in Schule und Gesellschaft beschäftigen. Die Veranstaltungsreihe soll verdeutlichen, dass es gerade auch angesichts der vielfältigen Krisenerfahrungen der Gegenwart für Kinder und Jugendliche wichtig ist, die Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des Lebens auch in der Schule bearbeiten zu können und dabei respektvoll in den Dialog mit Menschen zu treten, die andere Überzeugungen haben.

Was für manche wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten erscheint, das sich im Grundgesetz und der Landesverfassung gehalten hat, ist aus Sicht von Bildungsforschern weiterhin aktuell: Religion und Glaube gehören zum menschlichen Leben und daher auch zu den Themen, mit denen sich schulische Bildung befasst.

In Mitmachaktionen, Vorträgen, Werkstattgesprächen, bei Schulbesuchen von Landtagsabgeordneten, Umfragen unter Schulleitungen, Online-Aktionen und in einer Podcast-Reihe wird der Frage nachgegangen, welchen (gesellschaftlichen) Beitrag der Religionsunterricht leistet.

Zahlen zum Religionsunterricht

Wenn am 11. September das neue Schuljahr nach den Sommerferien beginnt, steht für etwa 800.000 Kinder und Jugendliche an den Schulen in Baden und Württemberg auch der evangelische oder katholische Religionsunterricht wieder auf dem Stundenplan.

Im Schuljahr 2021/22 haben rund 61 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg am Religionsunterricht teilgenommen. An den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen wurden in diesem Zeitraum knapp 73.000 Religionsstunden erteilt, an den öffentlichen Berufsschulen waren es ca. 9.800 Reli-Stunden. Rund 20 Prozent derer, die am Religionsunterricht teilnehmen, sind konfessionslos.

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