Pater Philipp Jeningen

Auf Missionsroute mit dem neuen Seligen

Neuburg ist Teil einer der fünf etablierten Missionsrouten Philipp Jeningens. Eine Exkursion in die Donaustadt mit der „action spurensuche" will das Verständnis der Person Jeningens aus seiner Zeit heraus vertiefen und seine Anliegen ins Heute buchstabieren. Foto: © Presseamt Stadt Neuburg

Die „action spurensuche" lädt für 13. Mai zur Philipp-Jeningen-Exkursion nach Neuburg ein. Die Donaustadt ist Teil einer der Missionsrouten Jeningens.

„Mit geistlichen Impulsen und historischer Erschließung ausgewählter Orte wollen wir das Verständnis Philipp Jeningens vertiefen und seine Anliegen ins Heute buchstabieren“, erläutert Dr. Wolfgang Steffel vom Leitungsteam der „action spurensuche“ das Anliegen der Exkursion. Auf dem Programm stehen eine Stadtführung mit Hofkirche, historischer Provinzialbibliothek und Kongregationssaal, Mittagessen am Karlsplatz, Eucharistie in der Stadtpfarrkirche St. Peter sowie ein Besuch der Museen im Schloss Neuburg, die sich dem Barock, der Gegenreformation und dem Fürstentum Pfalz-Neuburg widmen. Zwei bedeutende Fürstpröbste, die zu Lebzeiten Jeningens nacheinander in Ellwangen wirkten, stammten aus dem Geschlecht Pfalz-Neuburg: Ludwig Anton (Fürstpropst von 1689 bis 1694) und sein Bruder Franz Ludwig (von 1694 bis 1732).

Das Beste geben: Gott ins Herz

Das Leitwort des Tages „Brennend auf Mission bedacht“ ist dem Jeningen-Lied von Peter Gerloff entnommen. Pater Philipp war mit innerem Feuer unterwegs, das er seinem Ordensgründer Ignatius ablas, in dessen Namen das lateinische Wort „ignis“ (dt.: Feu­er) steckt. Unter Mission verstand Philipp, zu den Menschen zu gehen, um ihnen Gott ein­zuprägen, um ihnen nicht irgendetwas, son­dern das Beste zu geben – Gott ins Herz. Hier gingen die Jesuiten bedächtig vor, indem sie mit heiliger Sorgfalt neue Formen der Verkündigung entwickelten, in Hochach­tung vor der Tradition, weil das Neue aus dem Alten Kraft schöpft. In der aktuellen kirchlichen Reformmechanik, die Neues krampfhaft erzwingen will, ist dies neu zu bedenken und wiederzugewinnen.

Eine der fünf Missionsrouten Jeningens

Neuburg ist Teil einer der fünf etablierten Missionsrouten Philipp Jeningens, von denen eine erste über Neuburg an der Donau und Donauwörth unter anderem nach Mon­heim, Wemding, Hochaltingen und Fremdin­gen und schließlich nach Ellwangen zurück­führte. Pater Philipp besaß vom damaligen Visitator der oberdeutschen Jesuitenprovinz auch die offizielle Vollmacht, in Neuburg zu arbeiten, was er aber bis 1697 wohl noch nicht genutzt hatte.

Zur Zeit Philipp Jeningens wohnten gut 4000 Menschen in der Stadt. Neuburg war ein wichtiger Brückenkopf, an dem die Straßen von Eichstätt, Ingolstadt und Monheim zusammenkommen und nach Donauwörth führen.

Spurensucher-Exkursionen neu aufgelegt

Bei den Pater-Philipp-Exkursionen 2006 bis 2011 hatte die „action spurensuche“ Orte besucht, an denen Philipp Jeningen längere Zeit lebte und wirkte, so etwa Eichstätt, Ingolstadt, Landsberg, Mindelheim, Dillingen und Altötting. In der jetzt beginnenden und auf viele Jahre angelegten Fortsetzung geht es um Städte, die der Volksmissionar bei seinen ausgedehnten Missionsreisen aufgesucht hat, aber auch solche, die ein ausgeprägtes jesuitisches Gepräge haben. Neuburg an der Donau erfüllt beide Kriterien in außerordentlicher Weise.

Info und Anmeldung

Philipp-Jeningen-Exkursion nach Neuburg an der Donau am Samstag, 13. Mai: Abfahrt ist um 7 Uhr am OK.go-Reiseterminal, Ellwangen-Neunheim mit Zustiegen in Röhlingen, Zöbingen und Kerkingen. Rückkehr gegen 20 Uhr. Das genaue Programm findet sich auf www.action-spurensuche.de und wird über das Pfarramt St. Vitus in Ellwangen, Telefon (07961) 924950, E-Mail: stvitus.ellwangen@drs.de zugeschickt. Anmeldungen bis 10. Mai. Kosten: 35 Euro für Busfahrt, zweites Frühstück, Eintritte, Führungen und Begleitheft werden bei der Fahrt entrichtet.

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