Kirchengemeinderat

Auf zu neuen Ufern?

Geteiltes Bild. Links spricht Gemeindereferentin Christine Mauch ins Mikrofon, rechts ist der gedeckte Tisch. Durch die Fenster sieht man den leicht gewellten Bodensee.

Gedeckte Tische mit Brot und Wein, Trauben und Käse - Gemeindereferentin Christine Mauch führt durch die liturgische Feier auf dem Schiff - Foto: Verena Huber

Kirchengemeinderäte aus Ravensburg wagen sich bei ihrem Klausurtag mit dem Schiff auf den Bodensee.

Sich neu ausrichten und die Zukunft in den Blick nehmen - dazu ist ein Ortswechsel hilfreich. Das gilt auch für Kirchengemeinden. Viele Kirchengemeinderäte nutzen die Möglichkeit, bei Klausurtagen mit oder ohne externe Moderation zu überlegen, was in nächster Zeit dran ist, um den christlichen Glauben am Ort lebendig zu halten und zu leben. Und damit die Notwendigkeiten des Alltags den Blick nach vorne nicht verstellen, nutzen sie dazu häufig etwa Bildungshäuser an entfernteren Orten.

Ein Tagungsort am Bodensee ist von Oberschwaben aus gut erreichbar. Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Mitte machten sich in Überlingen über die Glaubenssituation der jüngeren Generation Gedanken und überlegten sich, wie die Kirche vor Ort mit ihnen und auch den übrigen Menschen in der Stadt stärker in Kontakt kommen kann. "Wie kann es gelingen, heute missionarisch Kirche zu sein, auf Augenhöhe und im Ernstnehmen der Menschen", beschreibt Pastoralreferent Michael Schindler die Herausforderung. Impulse fanden die Rät:innen unter anderem im Schreiben Evangelii Gaudium - die Freude des Evangeliums - von Papst Franziskus.

Eine andere Perspektive

Als hilfreich und entlastend empfanden die Teilnehmenden den Gedanken, dass Gott immer schon vor dem Missionar da ist und in den Menschen wirkt. Die Ravensburger beließen es aber nicht beim Diskutieren und Planen. Sie und dazustoßende Kolleg:innen der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West machten sich mit dem Motorschiff Gunzo auf den Weg und stachen in See. Unter anderem führten die Gemeindereferentinnen Christine Mauch und Gertrud Geiger durch den biblischen Austausch und die liturgische Feier an Bord. Die Erfahrung, im selben Boot zu sitzen und das Festland aus einer anderen Perspektive gesehen zu haben, wird vermutlich bleiben, auch wenn das Schiff am selben Ufer wieder anlegte.

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