Am zweiten Freitag im Juli steht Bad Wurzach traditionell im Zeichen des Heilig-Blut-Festes. Bei der seit 1928 stattfindenden Reiterprozession werden rund tausend Reiter und mehrere Tausend Wallfahrer erwartet, die die Heilig-Blut-Reliquie verehren. Diese stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innocenz XII., der sie 1693 einem deutschen Rompilger geschenkt hatte. Das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach ist die zweitgrößte Reiterprozession in Mitteleuropa. Bereits am Sonntag, 6. Juli, ziehen um 21 Uhr Gläubige von der Pfarrkirche St. Verena zum Gottesberg und nach einem Wortgottesdienst als Lichterprozession zurück in die Stadt.
Die Prozession am darauffoilgenden Freitag beginnt um 7 Uhr mit der Abholung der Heilig-Blut-Reliquie in der Stadtpfarrkirche St. Verena. Am Beginn des acht Kilometer langen Prozessionswegs durch die Stadt und die umliegenden Fluren wird dieses Jahr Dr. Klaus Krämer, neuer Bischof von Rottenburg-Stuttgart, die erste Abteilung der Reiter mit der Reliquie segnen. Der Bischof wird dann später nach der Segnung der zweiten Abteilung auf dem Gottesberg dort auch das feierliche Pontifikalamt um 10.30 Uhr zelebrieren. Das Fest findet seinen Abschluss mit der Bergpredigt an gleicher Stelle ab 14.30 Uhr, die in diesem Jahr von Monsignore Heinrich-Maria Burkard, Heiligkreuztal, halten wird.






