Christlicher Glaube und Lebensfreude - im katholisch geprägten Oberschwaben gehören beide gefühlt schon immer untrennbar zusammen. Jede Menge Barockkirchen zeugen davon. Das gilt bis heute. Florian Angele ist ein lebendiges Beispiel dafür. „Ich bin der Flo“, beginnt der gelernte Brauer und Mälzer das Gespräch und fragt nach dem Getränkewunsch. Seit 2008 stellt er in seiner Heimatstadt Aulendorf sein eigenes Bier her. Im Jahr 2014 sei er in den ehemaligen Wirtschaftsteil des Schlosses umgezogen, erzählt der bekennende Katholik. Bereits von 1692 bis 1965 wurde in dem Gebäude Bier gebraut. Im sogenannten Schalander eröffnete er zudem eine „Schlemmerei“.
Flo ist ein Macher. „Wenn es darum ging, etwas zu organisieren, hatte ich immer das Talent, vorne zu stehen“, gesteht der 47-Jährige in schriftdeutscher Übersetzung. Original schwätzt er natürlich breites Schwäbisch. Bereits in der Schule habe er lieber den Abiball geplant als den Lernstoff gepaukt, gibt Flo zu. Die Narretei sog er zwar nicht mit der Muttermilch auf, aber schon als Kind „war mir klar, dass ich eine Eckhexe werden will“, verrät der Aulendorfer. Bei der Zunft bewarb er sich selbst und wünschte sich das Häs, also die Kleidungsstücke, und die Maske der bekannten Narrenfigur von der Verwandtschaft zu Weihnachten.








