Diözesanmuseum

„Chapeau! Das Werk ist gelungen.“

Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums und der Diözesanbibliothek am Samstag, 8. November 2025, im Diözesanmuseum Rottenburg.

Applaus für das neu eröffnete Diözesanmuseum Rottenburg (von links): Gerlinde und Winfried Kretschmann, Dr. Klaus Krämer, Dr. Melanie Prange, Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, Leiter der für das Diözesanmuseum zuständigen Hauptabteilung „Liturgie (mit Kunst und Kirchenmusik) und Berufungspastoral“ im Bischöflichen Ordinariat, und Dr. Hendrik Bednarz, Landrat des Landkreises Tübingen. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums und der Diözesanbibliothek am Samstag, 8. November 2025, im Diözesanmuseum Rottenburg.

Gemeinsam beim Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums Rottenburg (von links): Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Museumsleiterin Dr. Melanie Prange und Bischof Dr. Klaus Krämer. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums und der Diözesanbibliothek am Samstag, 8. November 2025, im Diözesanmuseum Rottenburg.

Bischof Dr. Krämer sagt, dass das neu gestaltete Diözesanmuseum ein attraktiver und faszinierender Ort ist, der die Kunst in einen fruchtbaren Dialog mit Christentum und Kirche bringt. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums und der Diözesanbibliothek am Samstag, 8. November 2025, im Diözesanmuseum Rottenburg.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält in seiner Ansprache fest: „Chapeau! Das Werk ist gelungen.“ Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Festakt zur Wiedereröffnung des Diözesanmuseums und der Diözesanbibliothek am Samstag, 8. November 2025, im Diözesanmuseum Rottenburg.

Der Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Museums füllt sich zu Beginn des Festakts mit Besucherinnen und Besuchern. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Diözesanmuseum Rottenburg feiert seine Wiedereröffnung mit einem Festakt und präsentiert sich mit modernem Ausstellungskonzept der Öffentlichkeit.

Bei einem Festakt im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnete Bischof Dr. Klaus Krämer am Samstagnachmittag das Diözesanmuseum in Rottenburg am Neckar. Nach einer rund einjährigen Umbau- und Sanierungszeit präsentiert sich das Museum der Öffentlichkeit mit einer neuen, zeitgemäßen Ausstellungskonzeption und lädt dazu ein, seine Sammlung und deren Inhalte neu zu entdecken.

„Wir stehen heute hier nicht mehr nur in einem Museum christlicher Kunst. Wir bewegen uns an einem Ort, an dem mannigfaltig erfahrbar wird, was es bedeutet, dass Gott den Menschen die Gabe der Kunst geschenkt hat“, sagte Bischof Dr. Krämer in seiner Ansprache und betonte die Bedeutung, die es für ihn hat, der Kunst in ihrer ganzen Vielfalt Raum zu geben.  

Ministerpräsident Winfried Kretschmann beglückwünschte die Diözese Rottenburg-Stuttgart zur inhaltlichen Neukonzeption des Museums. Mit ihr gelinge es, die sakrale Kunst mit grundlegenden Fragen der Menschen und den existenziellen Wegmarken in unserem aller Leben zu verknüpfen. „Ja, man kann sakrale Kunst zum Sprechen bringen und diese alten Kunstschätze mit unserer heutigen Zeit verknüpfen“, sagte der Ministerpräsident mit Blick auf die neue Rottenburger Ausstellung. Das wiedereröffnete Diözesanmuseum befähige dazu, die Botschaft der sakralen Kunst zu erfassen und ihre Aktualität zu spüren. „Chapeau! Das Werk ist gelungen“, urteilte Kretschmann und der Ministerpräsident hielt zusammenfassend fest: „In der sakralen Kunst geht es ums Ganze: um Gott, die Schöpfung, den Menschen, den Sinn – um die großen Fragen, die uns berühren. Die neue Präsentation im Rottenburger Diözesanmuseum macht die Kunstschätze, die vor Generationen geschaffen wurden, auch heute noch lebendig und ansprechend. Ich wünsche den Besucherinnen und Besuchern, dass sie in die großen Erzählungen hinter den Werken eintauchen und die bleibende Aktualität sakraler Kunst erleben können.“

Auch künftig große Sonderausstellungen

Bischof Dr. Krämer stellte fest, dass das Diözesanmuseum auf neue Weise zu einem attraktiven und faszinierenden Ort geworden ist, der die Kunst in einen fruchtbaren Dialog mit Christentum und Kirche bringt. Der Hauptraum sei so umgestaltet und flexibilisiert worden, dass einerseits wichtige Bildtafeln aus der Sammlung ihren dauerhaften Ort dort haben, andererseits aber auch künftig große Sonderausstellungen stattfinden könnten und moderne Kunst ihren Platz findet; die Museumsdidaktik sei völlig neu und multimedial gestaltet und für verschiedene Zielgruppen angepasst worden; die Schatzkammer im Untergeschoss sei komplett neu gestaltet, und das historische Gebäude des ehemaligen Rottenburger Karmeliterklosters aus dem Jahr 1747 sei zudem in vielen Teilen barrierefrei umgebaut worden.

Ein Erbe in Höhe von 1,7 Millionen Euro

In seiner Ansprache betonte Bischof Dr. Krämer auch, welch großartige Überraschung die Nachricht gewesen sei, dass Robert Ulrich aus Tübingen der Diözese ein Erbe in Höhe von 1,7 Millionen Euro vermachte, für das er gemeinsam mit seiner Frau Gertrud, die bereits vor ihm verstorben war, die genaue Zweckbestimmung formuliert hatte, nämlich, dass dieses Erbe dem Diözesanmuseum zugutekommen und dessen Leiterin, Diözesankonservatorin Prof.in Dr. Melanie Prange, wesentlich über die Verwendung mitentscheiden sollte.

Völlig Neues entdecken

„Die Art und Weise, wie Menschen ein Museum erleben und erkunden, hat sich in den letzten Jahren verändert und weiterentwickelt. Das Ehepaar Ulrich hat offenbar erlebt, wie die Museumsleiterin zusammen mit ihrem Team darauf reagiert hat“, folgerte der Bischof und setzte hinzu: „Attraktive und faszinierende Sonderausstellungen wurden wichtiger und zu den eigentlichen Publikumsmagneten. Das Museum wurde mehr und mehr zu einem Ort der Begegnung. Die Kunst des Museums wurde erlebbar zusammen mit Musik, in innovativen wissenschaftlichen Formaten und im Dialog unterschiedlicher Akteure. Die christliche Kunst, inmitten derer all dies stattfindet, wird damit auf eine neue Weise lebendig. Sie darf sich entfalten und wirken. Sie bietet zusammen mit den vielfältigen Angeboten des Museums den Menschen die Möglichkeit, völlig Neues in ihrem Leben zu entdecken.“ Das müsse es gewesen sein, was das Ehepaar Ulrich so sehr fasziniert habe, sagte der Bischof. Er sei sich sicher, dass die beiden begeistert wären, könnten sie heute sehen, was ihr Erbe bewirkt hat.

Das Eröffnungsprogramm

In den kommenden Wochen bis Weihnachten lädt das Diözesanmuseum Rottenburg bei Führungen, Gesprächen, Workshops, Kreativangeboten und Musik zu einem Eröffnungsprogramm ein. Auch dabei werden den Besucher:innen vielfältige Zugänge und Perspektiven geboten. Das Programm umfasst folgende Veranstaltungen:

  • Am Sonntag, 16. November, heißt es ab 11 Uhr „Bunt! Family Opening mit Kunst und Musik“ – einer Veranstaltung in Kooperation mit der Domsingschule und der Musikschule Rottenburg. Angeboten werden musikalische Bilderklärungen, Kinderführungen, Laternenbasteln und Martinsliedern.
  • Am Samstag, 22. November, heißt es um 11 Uhr „Ich sehe dich in tausend Bildern“ bei einem öffentlichen Workshop des Instituts für Fort- und Weiterbildung der Diözese unter der Leitung von Christoph Schmitt.
  • Am Sonntag, 23. November, geht es wiederum ab 11 Uhr unter dem Titel „Schau hin!“ darum, was Religionen erzählen. Eingeladen wird in Kooperation mit der KEB Tübingen, der Bürgerstiftung Rottenburg und der Abteilung „Glaubensfragen und Ökumene“ im Bischöflichen Ordinariat der Diözese. Es gibt eine interreligiöse Führung mit Prof. Dr. Reinhold Boschki, Rabbiner Dr. Asher Mattern sowie Prof.in Dr. Fahimah Ulfat, das Gesprächsformat „Sprechen und Zuhören“ (Moderation: Dr. Petra Preunkert-Skálová) sowie das Konzert „Levante“ des Pera-Ensembles mit anschließendem Gespräch (Moderation: Prof. Dr. Ottmar Schneck).
  • Am Sonntag, 30. November, ab 14 Uhr heißt es „Frischer Wind. Der spannende Weg zum neuen Museum“ bei einer Führung zum Thema „Neukonzeption“, einer Frage-und-Antwort-Runde und einem Adventskonzert mit Musiker:innen der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese.
  • „Auf Weihnachten zu ... Advent im Museum“ heißt es zum einem am Sonntag, 7. Dezember, ab 11 Uhr bei Führungen und dem Adventskonzert „Il pastor fido“ mit Thorsten Bleich (Musette de cour, Theorbe), Georg Noeldeke (Viola da Gamba) und Jens Wollenschläger (Cembalo) sowie am Samstag, 13. Dezember, ab 11 Uhr wiederum bei Führungen und dem Adventskonzert „Rorate caeli“ der Schola Cantorum der Universität Tübingen unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Morent.

 

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