Synodaler Weg

Das darf heute nicht mehr sein

Porträtbild - Screenshot aus dem Video.

Ida Beck im Interview - Foto: Dr. Simon Beck

Was die 96-jährige Ida Beck von den Anliegen des Synodalen Weges hält und wie sie die Zukunft der Kirche sieht, verrät sie im Video.

Früher war alles besser. Dass diese Behauptung nicht in allem stimmt, zeigt Ida Beck am Beispiel der Macht der Geistlichkeit in der katholischen Kirche. "Das darf heute nicht mehr sein", sagt die 96-Jährige aus Zußdorf in einem Video-Interview. Entstanden ist der Beitrag für eine Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) im Kreis Ravensburg auf Initiative der Seelsorgeeinheit Zocklerland.

Zum Thema "Der Synodale Weg - Erfolge, Erwartungen, Enttäuschungen, Perspektiven" kam Britta Baas, Pressesprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ins Haus der katholischen Kirche nach Ravensburg. Es sei darum gegangen, einander zuzuhören und nach vorne zu schauen, welche Perspektiven der Synodale Weg auftue, erklärt Stephan Schmidt. "Rückblickend war die Veranstaltung gut und ernüchternd", resümiert der Moderator des Abends.

Aus Liebe zur Kirche

Die "Bäuerin und Mutter", wie Ida Beck sich selbst im Video vorstellt, ist weder auf Krawall gebürstet, noch will sie aus Resignation austreten. "Kirche war für mich immer ein Ort der Orientierung, der Ruhe und des Gebetes", bekennt sie gegenüber ihrem Sohn Simon Beck, der das Gespräch aufzeichnete. Stephan Schmidt bereitete das Video auf und führte es vor.

Die Seniorin benennt darin auf dem Hintergrund ihrer langen Lebenserfahrung jedoch deutlich, was heute so nicht mehr geht und wie die Zukunft der Kirche aussehen müsste. Ob sich die Mitglieder der 5. Synodalversammlung in Frankfurt, die heute beginnt, die Ratschläge aus Oberschwaben zu Herzen nehmen, bleibt abzuwarten.

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