Eugen-Bolz

Das Leben und Sterben von Eugen Bolz als Comic

Zum 80. Jahrestag der Ermordung von Eugen Bolz stellt die Stadtbibliothek Rottenburg seine Lebensgeschichte als Graphic Novel aus. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Angelika Witczak

Zum 80. Jahrestag der Ermordung von Eugen Bolz stellt die Stadtbibliothek Rottenburg seine Lebensgeschichte als Graphic Novel aus.

Auf acht Tafeln zeigt die Stadtbibliothek Rottenburg bis zum 1. März 2025 die Geschichte von Eugen Bolz. Als erstes stößt man im Erdgeschoss auf seine Kindheit in Rottenburg. Je höher man im Treppenhaus hinaufgeht, desto düsterer werden die Tafeln. Denn auch das Leben des württembergischen Staatspräsidenten wurde immer dramatischer. Als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus wurde er schließlich am 23. Januar 1945 enthauptet. „Der ein oder andere, der hier durch die Bibliothek geht, wird vielleicht auf den Comic aufmerksam und beschäftigt sich so mit Eugen Bolz“, erklärt der Oberbürgermeister von Rottenburg, Stephan Neher, das Konzept der Ausstellung bei der Eröffnung am 23. Januar 2025.

Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker führt durch die Ausstellung und berichtet von so manchem Hintergrundwissen zur Entstehung der Graphic Novel „Acht Leben – Glaubensgeschichten aus dem Südwesten“. Denn das Buch ist eine Zusammenarbeit der Hauptabteilungen „Ausbildung Pastorale Berufe“, „Schulen“ sowie „Kirche und Gesellschaft“ des Bischöflichen Ordinariats der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Die Lebensgeschichte von Eugen Bolz ist eine von acht, die in der Graphic Novel kurz und bündig dargestellt werden.  Aus 13 Jahrhunderten erzählt das Buch im Comic-Format von Christinnen und Christen aus dem Südwesten. „Es sind alles Gestalten, die zugelassen haben, dass Gott was aus ihrem Leben macht“, beschreibt es Scharfenecker. Die Geschichten – insbesondere die von Eugen Bolz – sollen vor allem jungen Menschen Mut machen, sich einzusetzen, erklärt Neher bei der Ausstellungseröffnung. Scharfenecker bestätigt und ergänzt diese Aussage mit den Worten: „Wir sind jetzt auch in einer Situation, in der es nötig ist, Farbe zu bekennen.“

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