Mit den beiden Ausstellungen „Moderne Sklaverei“ und „Elektroschrott“ macht die missio-Regionalstelle Südwest die oft unsichtbaren sozialen und ökologischen Folgen unseres Konsums sichtbar und lädt zum Perspektivwechsel ein. Überraschende Fakten, eindrückliche Bilder und kurze Mitmach-Impulse sollen Aufmerksamkeit wecken und zum Nachdenken anregen.
Kreuz aus Abfall als Zeichen der Hoffnung
Ein Highlight am Stand ist das missio-Recyclingkreuz aus Accra in Ghana, das von Papst Leo XIV. gesegnet wurde. Das Kreuz aus Elektroabfall gilt als Zeichen der Hoffnung – weist aber auch auf das globale Problem von Elektroschrott hin. Es wurde in Old Fadama, einem Teil von Agbogbloshie, hergestellt - einer drei Hektar großen Elektroschrotthalde, die zu den giftigsten Plätzen der Welt gehört. Der Künstler Iddriss Salifu erschuf den goldfarbenen Korpus des Kreuzes in seiner Werkstatt in Old Fadama für das Hilfswerk missio. Die Seite mit den Handydisplays gestaltete der deutsche Künstler Till-Martin Köster. Missio Aachen fordert auf der Elektroschrotthalde seit Jahren ein Pfandsystem für Handys.
Handlungsmöglichkeiten und Segensspruch statt Kaugummis
Eine weitere Attraktion ist der Kaugummiautomat, aus dem Besucherinnen und Besucher konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine faire und gerechtere Welt ziehen können, begleitet von einem passenden Segensspruch, der Mut macht und zum Weiterdenken einlädt. Der Stand verbindet Information, persönliche Reflexion und konkrete Schritte hin zu mehr globaler Gerechtigkeit.
Statement für Gemeinschaft, Zusammenleben und Solidarität in Krisenzeiten
Die Hauptabteilung X der Diözese Rottenburg-Stuttgart informiert über die Projektarbeit der Weltkirche, die Möglichkeit sich im Rahmen eines Weltfriedensdienstes WFD in den Projekten im Globalen Süden persönlich einzubringen und stellt weitere Möglichkeiten vor, sich für eine gerechte und faire Welt einzusetzen. In Zeiten der zunehmenden globalen Krisen soll ein Statement für Gemeinschaft, Zusammenleben und Solidarität gesetzt werden.
Kleiderspende und deren Wirkung
Die Aktion Hoffnung präsentiert ihre Arbeit und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, mehr über den Weg der Kleiderspende und deren Wirkung zu erfahren. Im Austausch am Messestand wird deutlich, wie nachhaltiger Konsum und verantwortungsbewusstes Handeln konkret zur Verbesserung von Lebensbedingungen weltweit beitragen können.
Ein kleiner Schritt für eine große Veränderung
Zum Abschluss der Messe „FairHandeln 2026“ findet am Sonntag, 12.April um 16:15 Uhr auf der Welt-Bühne in Halle 7 eine ökumenische Andacht statt. Passend zum Thema „Verantwortung, Gerechtigkeit und Hoffnung“ wird auch das Kreuz aus Elektroschrott Teil der Abschlussandacht sein.
Das Kreuz sowie das biblische Gleichnis vom Senfkorn zeigen, dass auch kleine Schritte große Veränderungen bewirken. Musik, Gebet und Impulse verbinden globale Perspektiven mit persönlicher Verantwortung und laden ein, Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt zu werden.
Mehr Infos HIER und zur Messe HIER.







