Gemeinsam mit Kardinal Oswald Gracias aus Bombay/Indien, der auch Mitglied des neunköpfigen Kardinalsrates um Papst Franziskus ist, zelebrierte Dr. Klaus Krämer, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, am gestrigen Montagabend den Gottesdienst zur Eröffnung der viertägigen Studienkonferenz des Internationalen Diakonatszentrums (IDZ) mit dem Titel „Diakone: Frohe Zeugen der Hoffnung“.
Für eine diakonische Kirche
Sein anschließendes Grußwort eröffnete Bischof Dr. Krämer an dem unweit von Rom gelegenen Tagungsort „Fraterna Domus“ mit einer Zusage: „Sehr gerne und aus voller Überzeugung“ bejahe er die Anfrage des IDZ-Präsidenten und übernehme die Aufgabe des Protektors für das IDZ. „Als solcher sagt er dem IDZ für seine Ziele und Aufgaben und für die Zukunft seine tatkräftige Unterstützung zu. Für eine diakonische Kirche, die sich ganz im Sinne von Papst Franziskus an die Seite der Menschen stellt, die vergessen werden und deren Würde bedroht wird“, sagt Erik Thouet aus dem IDZ-Vorstand, der in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Ausbildung der Ständigen Diakone in Heiligkreuztal verantwortlich ist.
Zu einem harmonischen Ganzen
Besonders wichtig für ihn sei, dass das IDZ eine internationale und eine weltkirchliche Einrichtung ist, betonte der Bischof und sagte: „Ich habe als Leiter der Hauptabteilung ‚Weltkirche‘ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dann als Präsident der Päpstlichen Missionswerke Missio in Aachen und des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ immer wieder die Erfahrung machen dürfen, wie bereichernd es ist, dass wir eine Weltkirche sind. Wir können von dem Glauben der Menschen in anderen Regionen unserer Erde so viel lernen. Das ist doch der große Schatz des IDZ: Dass wir aus so unterschiedlichen Regionen unserer Kirche kommen, mit ganz unterschiedlicher Geschichte, unterschiedlichen Herausforderungen und Hoffnungen, ja auch mit unterschiedlichen theologischen Ansätzen. Doch wenn wir diese Unterschiede nicht als Dissonanzen wahrnehmen, sondern als verschiedene Stimmen, die sich gegenseitig bereichern und verändern und so gemeinsam zu einem harmonischen Ganzen beitragen, dann können wir den Schatz des IDZ fruchtbar machen für die ganze Kirche.“
„Frohe Zeugen der Hoffnung“
Rund 140 Teilnehmer aus 27 Ländern von allen Kontinenten nehmen an der Konferenz teil, die bis Donnerstag dauert. Neben Diakonen, Ehefrauen der Diakone und Priestern, gehören auch Vertreter der Ökumene mit zu den Teilnehmer:innen, sagt Thouet. Der Konferenztitel „Frohe Zeugen der Hoffnung“ sei schon in der Vorbereitung ein wichtiges Zeichen für die Veranstalter gewesen und es sei eine gute Überschrift, um die Diakone in ihrem Dienst zu stärken. „Nicht jammern, sondern frohe Zeugen sein – auch in einer Zeit, in der es politisch wie auch kirchlich gesehen kritisch ist. Das ist doch unsere Aufgabe als Christen“, stellt Thouet fest.






