Priesterweihe

„Weg des Dienens“

Bischof Dr. Gebhard Fürst (Mitte) gemeinsam mit den vier neuen Priestern. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Berthold Hildebrand

Bischof Dr. Gebhard Fürst (Mitte) gemeinsam mit den vier neu geweihten Priestern (von links): Nico Schmid, Harald Stehle, Ivan Totić und Stefan Renner. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Berthold Hildebrand

Bischof Dr. Gebhard Fürst weiht vier Männer zur Priestern. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Berthold Hildebrand

Durch Handauflegung und Gebet werden die vier Männer von Bischof Dr. Gebhard Fürst zu Priestern geweiht. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Berthold Hildebrand

Bei Weihegottesdienst im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil weiht Bischof Dr. Gebhard Fürst vier Männer zu Priestern.

900 Jahre alt wird, wenn man die romanische Vorgängerkirche mit einrechnet, heuer das Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs. Passend dazu fand am heutigen Samstag, 9. Juli 2022, zum ersten Male seit 2005 wieder eine Priesterweihe in dem gotischen Gotteshaus statt.

"Ursprung, Mitte und Ziel allen kirchlichen Lebens“

Bischof Dr. Gebhard Fürst spendete den Diakonen Stefan Renner aus Griesingen (Dekanat Ehingen-Ulm), Ivan Totić (Stadtdekanat Stuttgart), Harald Stehle aus Gammertingen (Dekanat Sigmaringen-Meßkirch) und Nico Schmid aus Bargau im Dekanat Ostalb das Sakrament der Priesterweihe. Der Bischof zeigte sich, wie er sagte, sehr dankbar dafür, dass er in diesen schwierigen, unheilvollen Zeiten vier Diakone zu Priestern weihen dürfe – und gab den Neuen mit auf den Weg, die Sakramente und die Eucharistie als "Ursprung, Mitte und Ziel allen kirchlichen Lebens“ stets hoch zu halten: „Das gehört zu Euren zentralen Aufgaben“, betonte er.

Ganz nahe bei den Menschen

Den Bischof treibt, eigenem Bekunden zufolge, die Sorge um, dass die Eucharistie – sicher auch bedingt durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen – immer mehr an den Rand gedrängt wird. Die Kirche müsse künftig wieder stärker über „Jesus Christus und seinen dienenden, heilenden Weg reden, als ständig Strukturdebatten zu führen“, sagte er. Die Kirche müsse ganz nahe bei den Menschen sein und diese aufrichten, wenn es ihnen nicht so gut gehe. Sicher nicht zufällig hatten die vier Weihekandidaten als Evangelium Joh 13, 1-20 („Er liebte sie bis zur Vollendung“) gewählt – mit der Füße-Waschung seiner Jünger durch Jesus.

Münsterchor Rottweil gestaltet Gottesdienst

Der weitere Weg der Neupriester wird sich ein wenig unterscheiden: Während der 60-jährige Harald Stehle, bislang hauptberuflich Gymnasiallehrer an Bischof-Sproll-Bildungszentrum in Biberach, dorthin zurückkehrt und künftig sein Lehrer-Deputat mit dem priesterlichen Dienst in der Gesamtkirchengemeinde Biberach kombiniert, wartet auf die anderen drei nun die vierjährige Vikariatszeit in verschiedenen Kirchengemeinden. Diese sind noch nicht bestimmt.

Der Gottesdienst zur Priesterweihe wurde musikalisch gestaltet vom Münsterchor Rottweil unter der Leitung von Regionalkantorin Lisa Hummel und mit Antonia Löffler als Kantorin.

Hinweis

Am Sonntag, 10. Juli, bekommt das Rottweiler Münster erneut hohen Besuch aus Rottenburg: Zum 900-Jahr-Jubiläum der Kirche feiert Bischof Dr. Gebhard Fürst dort um 9.30 Uhr ein festliches Pontifikalamt.

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