Musical

Der heilige Kolumban als Musical-Star

Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Manuela Pfann

Ein besonderes Musical haben der Wendlinger Jugendchor und die Chorgruppe QUINTESSENZ der Kirchengemeinde St. Kolumban aufgeführt.

Ein ganz besonderes Musical haben der Wendlinger Jugendchor und die Chorgruppe QUINTESSENZ der Kirchengemeinde St. Kolumban aufgeführt: Über 80 Sängerinnen und Sänger und 90 Mitwirkende haben das Leben und Wirken "ihres" Kirchenpatrons nacherzählt.

Und weil es über den heiligen Kolumban bislang kein Musical gegeben hat, hat der Chor es kurzerhand selbst geschrieben - genauer gesagt: Simone und Florian Mayer. Das Ehepaar hat das Stück konzipiert und komponiert, beide sind seit vielen Jahren Mitglieder des Chores und leidenschaftliche Musiker.

Der Taube auf der Spur

Die erste Idee dazu gab es schon 2013, fertiggestellt war dann alles 2019, wegen Corona mussten die geplanten Aufführungen 2020 und 2021 zweimal verschoben werden. Am vergangenen Wochenende kam die "Spur der Taube" dann endlich auf die Bühne beziehungsweise in den Altarraum der Kolumban-Kirche, denn "Columba" bedeutet auf lateinisch "Taube".

Beide Aufführungen vor vollbesetzten Reihen wurden mit Standing Ovations gewürdigt. Die waren durchaus verdient, denn unter der Gesamtleitung der Wendlinger Kirchenmusikerin Christa Strambach und der Stuttgarter Sopranistin und Stimmbildnerin des Chores, Constanze Seitz, als Regisseurin ist ein beeindruckendes Stück entstanden: Dialoge und tolle Songtexte erzählen vom Leben des irischen Mönchs im 6. Jahrhundert, von dessen Sehnsucht nach Gott und seinem Hadern damit – denn er muss Familie, Freunde und seine Verlobte verlassen, um dieser Berufung zu folgen.

Der bedeutendste iro-schottische Wandermönch

Sein Weg führte ihn von der Insel nach Frankreich, in den Bodenseeraum und bis nach Italien, wo er mit 75 Jahren gestorben ist. Angetrieben vom leidenschaftlichen Wunsch, Gott in der Fremde zu suchen, gründete er mit seinen Gefährten zahlreiche Klöster auf dem Kontinent und legte den Grundstein für die Christianisierung in Süddeutschland.

In Wendlingen am Neckar liegen nicht nur die Gebeine des wohl bedeutendsten der iro-schottischen Wandermönche, da klingt seine Geschichte jetzt auf besondere Weise nach.

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