Christian Trott ist in der Diözese Rottenburg-Stuttgart einer von elf Regionalmanager:innen des Gebäudereduzierungsprozesses und betreut darin die Seelsorgeeinheiten in den Dekanaten Ludwigsburg und Mühlacker. Bei seiner Tätigkeit sieht er sich auf einem guten Weg.
Herr Trott, wie haben Sie die ersten Monate als Regionalmanager beim Gebäudereduzierungsprozess in der Diözese erlebt, und was war dabei Ihre größte Herausforderung?
Ich habe überwiegend sehr interessierte Kirchenmitglieder erlebt, die trotz zahlreicher Herausforderungen die Notwendigkeit für dieses Projekt und den damit einhergehenden Veränderungsprozess sehen und konstruktiv damit umgehen. Eine meiner größten Herausforderungen ist bei den Vor-Ort-Terminen die kaum planbare Wegstrecke zwischen Rottenburg und den Seelsorgeeinheiten.
Wie stellten Sie sich persönlich auf diese Rolle ein und war die Praxis schwieriger oder leichter als erwartet?
Ich bin selbst eine veränderungsbereite Person, die Freude daran findet, zahlreiche Herausforderungen gemeinsam zu meistern. In der Vergangenheit habe ich viele Struktur- und Veränderungsprozesse begleitet und geleitet. Da ich im kirchlichen Kontext erstmals beruflich aktiv bin, nehme ich die Praxis an, wie sie ist, und versuche das Beste daraus zu machen.
Welche Ziele konnten Sie bisher erreichen?
Ich konnte in sehr kurzer Zeit in Teilzeit dazu beitragen, dass sich in 14 von 16 der von mir betreuten Seelsorgeeinheiten bereits ein Zukunftsausschuss für das Projekt konstituiert hat.
Bis Ende 2025 soll die ‚Überlegungs- und Konzeptphase‘ abgeschlossen sein. Sehen Sie sich da in Ihrem Zuständigkeitsbereich auf einem guten Weg?
Ja, auf jeden Fall.
Zu den Aufgaben eines Regionalmanagers gehört die Vernetzung aller Akteure vor Ort, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Wie sind hierbei Ihre Erfahrungen?
Dies ist von Seelsorgeeinheit zu Seelsorgeeinheit ganz unterschiedlich. Ob es zwischen den beteiligten Kirchengemeinden oder zwischen Kommune und Kirchengemeinde, zur evangelischen oder anderen christlichen Kirchen vor Ort, zu den Sozialpartnern oder Vereinen ist: Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren empfunden?
Ich kenne noch nicht alle potenziellen Partner, aber jede Seelsorgeeinheit ist anders und hat spezifische Herausforderungen. Zunächst sollte innerhalb der Seelsorgeeinheiten klar sein, wohin die Reise gehen soll.
Und wie bewerten Sie die bisherige Arbeit mit den Aktiven in den Seelsorgeeinheiten?
Insgesamt sehr positiv, die Aktiven helfen sich oft gegenseitig und nehmen mit einer positiven Grundstimmung die Herausforderungen an.
Gab es etwas, das Sie überrascht hat?
Nicht wirklich, denn die Diözese Rottenburg-Stuttgart ähnelt in vielen Dingen anderen Organisationen, die ich in meiner jahrzehntelangen Berufstätigkeit kennengelernt habe.
Zum Schluss ein Blick voraus: Welche Prioritäten stehen für die kommenden Monate auf Ihrer Agenda?
Für die Zukunftsausschüsse gilt es nun nach den Kirchengemeinderatswahlen den nächsten Schritt zu gehen und tragfähige Optionen vor Ort in den Seelsorgeeinheiten zu erarbeiten. Dazu gehört ein pastorales Konzept für die nächsten Jahre und eine Analyse der zukunftsfähigen Gebäude. Ebenfalls gehört am einen oder anderen Ort die unter Umständen schmerzvolle Verabschiedung von Gebäuden, die nicht mehr in das zukünftige Konzept passen.




