Diözese

Die Diözese trennt sich vom Don Bosco Haus

Blick auf das U-förmige Anwesen mit Kapelle umgeben von saftigem Grün.

Das Don Bosco Haus, Tagungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Foto: Axel Höss

Das Tagungshaus zwischen Friedrichshafen und Eriskirch am Bodensee ist renovierungsbedürftig und in mehrerer Hinsicht nicht zukunftsfähig.

Rückläufige Kirchensteuereinnahmen und das Ziel der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis 2040 klimaneutral zu sein, führen dazu, das Don Bosco Haus zwischen Friedrichshafen und Eriskirch Ende August 2026 zu schließen. Die Entscheidung dafür war keine leichte und wurde von den Verantwortlichen schweren Herzens getroffen. Im Don Bosco Haus waren und sind vorwiegend Gruppen Jugendlicher für Fortbildungskurse und Freizeitveranstaltungen zu Gast.

Vor allem immer wieder auftretende Wasserschäden sowie eine in die Jahre gekommene Heizung machen eine Generalsanierung des Gebäudekomplexes dringend erforderlich. Die dadurch entstehenden Kosten im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich lassen sich durch die Belegung der nur 18 Zimmer nicht annähernd erwirtschaften. Außerdem ist im Bestandsgebäude die Ertüchtigung des Brandschutzes notwendig. Xaver Steidle, Geschäftsführer der diözesanen Tagungshäuser, erläuterte den zehn Voll- und Teilzeitbeschäftigten am gestrigen Donnerstag zusammen mit Vertreterinnen der Personal- und Rechtsabteilung sowie Mitgliedern der Mitarbeitendenvertretung (MAV) den Beschluss.

Diözese erarbeitet mit den Beschäftigten Zukunftsperspektiven

In den nächsten Wochen handeln die Dienstgeberseite und die MAV eine Dienstvereinbarung für die Beschäftigten aus. Vermutlich Ende des Jahres suchen sie dann in Einzelgesprächen nach Wegen, wie es für die Betroffenen weitergehen kann. Bischof Dr. Klaus Krämer, Generalvikar Dr. Clemens Stroppel sowie Geschäftsführer Steidle ist es wichtig, dass alle unter Beteiligung der MAV eine zufriedenstellende Zukunftsperspektive finden. Was mit dem Gebäudekomplex nach der Schließung geschieht, steht im Moment noch nicht fest.

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