Flüchtlingshilfe

„Die Kapazitäten sind erschöpft"

Caritasdirektorin und Flüchtlingsbeauftragter besuchen Flüchtlingsunterkunft. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Caritasdirektorin Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (links) und Dr. Joachim Drumm (zweiter von links), Flüchtlingsbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart, beim Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Besigheim. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Der Flüchtlingsbeauftragte Joachim Drumm besucht eine Flüchtlingsunterkunft. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Mosert

Joachim Drumm im Gespräch. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Caritasdirektorin und Flüchtlingsbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart besuchen Flüchtlingsunterkunft in Besigheim.

Wie leben geflüchtete Menschen in Deutschland? Was hat sie zur Flucht veranlasst und wie gelingt die Integration? Darüber machten sich Caritasdirektorin Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock und Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm, Flüchtlingsbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart, beim Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Besigheim ein Bild. Die 205 Frauen, Männer und Kinder in der vorläufigen und Anschlussunterbringung werden durch die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz betreut.

Sechs Sozialarbeiterinnen begleiten dort die Menschen aus Syrien, dem Iran und Irak, aus der Türkei, Afghanistan, der Ukraine oder aus Eritrea. In täglichen Sprechstunden beraten sie zur Alltagsorganisation oder bei rechtlichen Fragen. Auch schulen sie Ehrenamtliche und koordinieren deren Angebote wie Deutschkurse, die Hausaufgabenbetreuung oder eine Fahrradwerkstatt. Mit dem Sprachmittler-Projekt sucht und qualifiziert die Caritas zudem Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen, die die geflüchteten Menschen bei Informationsveranstaltungen und Beratungsterminen rund um das Thema seelische Gesundheit begleiten. Das Sozialarbeiterinnen-Team betreut im Rahmen des Integrationsmanagements noch weitere geflüchtete Menschen, die anderweitig in der Stadt Besigheim untergebracht sind oder bereits in Wohnungen leben, erfuhren Holuscha-Uhlenbrock und Drumm bei ihrem Besuch.  

Nachdem viele Ukrainerinnen mit Ausbruch des Kriegs bei Privatpersonen unterkommen konnten, ist diese Form der Unterbringung wieder rückläufig, wurde informiert. „Wir merken, dass diese Kapazitäten nun enden“, berichtete Monika Miller, Fachleiterin Soziale Hilfen der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz. Daher und weil immer mehr Menschen ins Land kommen, müssten noch mehr geflüchtete Menschen in der Besigheimer Unterkunft untergebracht werden. In vielen Zimmern werde die Belegung pro Zimmer daher von zwei auf drei Personen erhöht. „Die Kapazitäten sind erschöpft, daher werden viele Menschen, die jetzt in Deutschland ankommen, in Turnhallen und Zelten unterkommen“, so Miller.

 

 

Über "CaDiFa"

Die Ehrenamts-Arbeit und das Sprachmittlerprojekt der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz werden durch Mittel der „Caritas-Dienste in der Flüchtlingsarbeit“ (CaDiFa) getragen. Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart ist mit CaDiFa seit 2014 in der Ehrenamtsbegleitung diözesanweit aktiv und unterstützt die Integration von geflüchteten Menschen. Finanziert wird CaDiFa als Strukturförderung durch den Zweckerfüllungsfonds Flüchtlingshilfen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Aufgaben der Mitarbeitenden sind die Unterstützung der Initiativen von kirchlichen Gemeinden, die Schulung von Ehrenamtlichen, die Vernetzung der verschiedenen Akteure, die Weiterentwicklung der Hilfestrukturen mit den Kommunen, die Vermittlung von Helfergruppen an Einsatzstellen oder auch die Information und Aufklärung der Öffentlichkeit.

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