Bildung

Die Schöpfung erleben und zu bewahren lernen

Die Kirche und das Jugendhaus auf dem Michaelsberg bei Cleebronn aus der Perspektive einer Drohne

Die Kirche und das Jugendhaus auf dem Michaelsberg bei Cleebronn aus der Perspektive einer Drohne Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart/Constanze Stark

Im Jugendspirituellen Zentrum auf dem Michaelsberg entstehen neue Angebote rund um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Wein und Wald prägen die Landschaft rund um den Michaelsberg bei Cleebronn. „Wir sind hier mitten in der Natur. Wenn man bei Sonnenaufgang auf den Berg kommt, ist es ein tolles Erlebnis“, sagt Emilia Mappes. Als Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung im Jugendspirituellen Zentrum auf dem Michaelsberg soll sie diese einzigartige Lage nutzen, um den Umweltgedanken mit der christlichen Verantwortung für die Schöpfung zu neuen Angeboten zu verbinden.

Konkret baut Mappes eine Umweltstation auf. Kinder, Jugendgruppen und Schulklassen sollen auf dem Michaelsberg Materialien und Veranstaltungen finden, die im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) für Zusammenhänge sensibilisieren. Die Themen Umwelt- und Klimagerechtigkeit seien ihr wichtig, erklärt Mappes. Die 27-jährige, studierte Religionswissenschaftlerin ist seit wenigen Wochen dabei, Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern zu knüpfen.

Weiterentwicklung des Projekts Bibeltiere 

Den zweiten Schwerpunkt ihrer 50-Prozent-Stelle bildet die Betreuung des Projekts „Bibeltiere im Wildparadies Tripsdrill“. Im Rahmen des „WinterWunderWalds“ im Wildpark hat Mappes in den vergangenen Weihnachtsferien erste Erfahrungen mit dem Bibeltiere-Angebot, das es seit 2020 gibt, gesammelt: Am Bibeltiere-Stand gegenüber vom Wolfsgehege testete sie zum Beispiel mit einem Quizrad das Wissen der Besucherinnen und Besucher. Der Stand sei gut angekommen, berichtet Mappes. Das ökumenische Bibeltiere-Projekt, das von der Bischof-Moser-Stiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart durch eine Projektstellenförderung unterstützt wird, bezeichnet sie als „sehr cool“. Dabei findet Mappes vor allem die Verknüpfung von Naturerlebnis mit schöpfungstheologischen Aspekten als gelungen.

Als eine der Aufgaben für die nächste Zeit sieht sie die Überarbeitung der bisherigen Materialien. Damit könnte das Bibeltiere-Angebot dann auch in anderen Parks eingesetzt werden, wie Mappes erklärt. Die Kombination der zwei Arbeitsfelder – „Bildung nachhaltiger Entwicklung“ und „Bibeltiere im Wildparadies Tripsdrill“ – ermögliche dem Bischöflichen Jugendamt (BJA) der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Rahmen seiner übergeordneten Themenschwerpunkte Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung neue Formate und Orte der Jugendpastoral zu erproben, heißt es in einer Mitteilung des BJA.

Zur Person

Emilia Mappes stammt aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Die 27-Jährige studierte Religionswissenschaft in Erfurt und schloss danach einen Master in „Religiöse Kommunikation“ in Frankfurt ab. Sie lebt nun im Landkreis Ludwigsburg.

Weitere Nachrichten

Politik
Politik auf 13 Quadratmetern macht Station beim Begegnungsraum in Stuttgart-Mitte.
Mitten in Stuttgart erprobt die Diözese ein neues Dialogformat, das für Solidarität und Teilhabe steht, und trifft damit auf großes Interesse.
Weiterlesen
Weltkirche
ein Junge repariert mit einem Mann ein elektrisches Gerät
Léon Yanda berichtet im Rahmen der Misereor-Fastenaktion davon, wie arbeitslosen Jugendlichen in Douala, Kamerun, zu einer Ausbildung verholfen wird.
Weiterlesen