Ukraine

Diözese gibt 850.000 Euro Soforthilfe

Ein kleines Kind steht allein in einem Luftschutzbunker in der Ukraine.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vincenzo Circosta

Rottenburg-Stuttgart leistet den größten Hilfsbetrag unter deutschen (Erz-)Bistümern. Verbindungen in die Ukraine bestehen seit Jahrzehnten.

Mit bisher bereits rund 850.000 Euro nimmt die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit großem Abstand den bundesweiten Spitzenplatz unter den 27 deutschen (Erz-)Bistümer ein, was den Umfang der seit Kriegsbeginn geleisteten Soforthilfe für die Menschen in der Ukraine betrifft, und weitere Soforthilfen werden kommen.

Persönliche Kontakte ermöglichen gezielte Unterstützung

Dank vielfältiger Verbindungen und einer Ukrainereise von Bischof Dr. Gebhard Fürst vor drei Jahren, bestehen persönliche Kontakte in das Land, die es vielerorts erlauben, ganz gezielt zu helfen. „Wir sehen es als unsere Verpflichtung, den Menschen in der Ukraine und unseren langjährigen Partnern dort in diesem Moment, des mit großer Brutalität geführten Krieges der russischen Armee, besonders auch gegen die Zivilbevölkerung, zur Seite zu stehen. In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei allen Menschen, die in diesem sinnlosen Krieg so viel Leid erfahren müssen“, sagt Bischof Dr. Gebhard Fürst.

Die Verbindung zwischen der württembergischen Diözese und dem osteuropäischen Land besteht dabei seit nunmehr 30 Jahren und über ihre Hauptabteilung Weltkirche hält die Diözese enge Verbindungen zu den römisch-katholischen und griechisch-katholischen Gläubigen in der Ukraine, wobei letztere besonders in Lviv und in der Erzdiözese Ivano-Frankivsk große Anteile der Bevölkerung stellen. Bei seiner Pastoralreise besuchte Bischof Fürst 2019 jedoch auch Kiew und Odessa.

Humanitäre Hilfe steht im Zentrum des diözesanen Engagements

Allein seit 2012 gab es 230 Projekte mit den ukrainischen Partnern mit einem Gesamtvolumen von rund 4,5 Millionen Euro. Wurden in der Vergangenheit viele Unternehmungen zum Klima- und Artenschutz unterstützt, worin ein Schwerpunkt des diözesanen Handelns liegt, waren es seit Beginn des bewaffneten Konflikts 2014 im Donbass auch verstärkt Hilfen für Binnenflüchtlinge, und seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar steht neben den nun stark erweiterten Vor-Ort-Hilfen für Flüchtlinge die Ausstattung von Luftschutzbunkern oder die humanitäre Hilfe für die Menschen in Odessa und an anderen Orten im Zentrum des diözesanen Engagements.

Augustinerkloster in Blaj wird für Flüchtlinge saniert

Auch in den Nachbarländern der Ukraine wird geholfen, so beispielsweise in Rumänien, wo die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge täglich zunimmt und es immer mehr Flüchtlinge gibt, die im Land bleiben möchten und Rumänien nicht nur als Zwischenstation sehen. Für diese Menschen soll nun ein ehemaliges Augustinerkloster in Blaj saniert und mit einer Heizungsanlage ausgestattet werden.

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