Personal

Domorganist erhält Berufung nach München

Ruben J. Sturm wirkte seit 2009 in Rottenburg und in der Diözese. Im September wechselt er in die Erzdiözese München und Freising. Bild: Sandra Wolf

Der Rottenburger Domorganist und Hochschulprofessor Ruben J. Sturm wurde zum 1. September an den Liebfrauendom nach München berufen.

Prof. Ruben J. Sturm tritt an dieser traditionsreichen Stelle die Nachfolge so bedeutender Organisten wie Prof. Franz Lehrndorfer und Msgr. Hans Leitner an. Neben dem vielfältigen liturgischen Dienst an der Kathedralkirche der Erzdiözese München und Freising wird er für die künstlerische Leitung der dortigen Orgelkonzertreihe und die Betreuung der Domorgeln der Firma Jann mit insgesamt 131 Registern und rund 10.000 Pfeifen zuständig sein.

 

Rottenburg war eine wunderbare Zeit für mich und meine Familie.
Prof. Ruben J. Sturm


 
"Rottenburg war eine wunderbare Zeit für mich und meine Familie", sagt Sturm. "Der Wechsel in die Metropole München kommt nach zwölf Jahren Dienst in der schönen Bischofsstadt am Neckar sicherlich zum richtigen Zeitpunkt und stellt für mich nochmals eine neue berufliche Herausforderung dar. Die Frauenkirche zählt zu den berühmtesten Kirchen überhaupt und die dortige Domorganistenstelle zu einer der renommiertesten in Deutschland. Trotzdem werde ich meine bisherige Wirkungsstätte, die fantastische Rottenburger Domorgel und die vielen netten Menschen, die mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen sind, vermissen."

Zahlreiche renommierte Preise gewonnen

Sturm wurde 1979 in Speyer am Rhein geboren. Er studierte an der Musikhochschule in Frankfurt/Main Kirchenmusik und künstlerisches Orgelspiel. Darüber hinaus besuchte er zahlreiche Meisterkurse und war Preisträger bei verschiedenen Orgelwettbewerben. Im Jahre 2008 gewann er den 1. Preis beim renommierten Wettbewerb "Orgelimprovisation im Gottesdienst", der zuvor seit 1993 nicht mehr vergeben worden war und auch seither nicht wieder vergeben wurde.

Nach dem A-Examen mit Auszeichnungen in Orgelliteraturspiel und Liturgischem Orgelspiel / Improvisation arbeitete er vier Jahre lang als Regionalkantor in der Diözese Mainz und erhielt im Herbst 2009 seine Berufung nach Rottenburg am Neckar. Dort wirkt er seit 2010 als Domorganist, Professor für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel sowie als Prorektor an der Hochschule für Kirchenmusik. Zudem war er als Künstlerischer Leiter der "Internationalen Rottenburger Orgelkonzerte" und des "Rottenburger Orgelsommers" sowie als Bischöflicher Orgelsachverständiger für die Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig.

Vielfältiges Engagement in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Sturm widmet sich seit Jahren einer umfangreichen Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Organist und spielte Produktionen für verschiedene Musiklabels ein. Im Rottenburger Dom initiierte er  ̶  neben den großen Orgelkonzerten  ̶  gemeinsam mit seiner Frau Kirsten Sturm, die ebenfalls an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg als Dozentin tätig ist, die Reihe der "30 Minuten Orgelmusik". In diesem niederschwellig zugänglichen Kulturangebot, das ganzjährig mittwochsnachmittags stattfindet, brachte das Musikerehepaar im Laufe der Zeit an die dreihundertmal ein breites Spektrum des Repertoires der Königin der Instrumente zu Gehör.

Sturm brachte während seiner zwölfjährigen Tätigkeit am Rottenburger Dom auch rund 15 Werke zeitgenössischer Komponisten zur Uraufführung. Als Organist wirkte er außerdem bei vielen diözesanen Veranstaltungen, Diözesanwallfahrten, Dekanekonferenzen und Gottesdiensten in der Bischöflichen Hauskapelle mit, deren neue Orgel er im Jahr 2020 konzipierte.

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