Das Große Glaubensbekenntnis, das auf das Konzil von Nizäa im Jahre 325 zurückgeht, verbindet die christlichen Konfessionen. Das macht das Fastentuch, das bis Ostern im Deutschordensmünster in Heilbronn hängt, deutlich.
Vor einem violetten Farbverlauf zeichnet sich darauf eine Weltkugel ab. Sie umfasst die Anfangsworte des Glaubensbekenntnisses, „Ich glaube“, die auf Deutsch und in 13 weiteren Sprachen formuliert sind. „Damit wird die Vielfalt unserer internationalen Gemeindemitglieder sichtbar und zugleich betont, was alle verbindet: der gemeinsame Glaube“, sagt Hermine Baur-Ihle von der Stadtkirche Heilbronn.
Fastenpredigten mit Gästen
Das Fastentuch werfe außerdem die Frage auf, „was es bedeutet, wenn ich sage: Ich glaube“, erklärt Baur-Ihle. Die Stadtkirche Heilbronn, die Deutschordenspfarrei und das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm entwickelten den diesjährigen Themenschwerpunkt für die Fastenzeit.
„Das große Vermächtnis dieses Konzils war, das Geheimnis unseres Glaubens in Worte gefasst zu haben, dass der irdische Jesus mit Gott, dem Vater und Schöpfer des Himmels und der Erde, eines Wesens ist“, führt Pfarrer Roland Rossnagel in einem Text zu dem Themenschwerpunkt aus. Eine ökumenische Fastenpredigtreihe zum Glaubensbekenntnis greift das Leitwort „Ich glaube“ auf. An vier Sonntagabenden, am 1., 8., 15. und 22. März, steht um 19 Uhr im Deutschordensmünster jeweils ein Aspekt im Vordergrund. Weihbischof Thomas Maria Renz, Erzpriester Martinos Petzoldt, Prälat Ralf Albrecht sind neben Rossnagel als Gastprediger angekündigt.
Die begleitende Aktion „40 Tage, 40 Worte, 4 Minuten“ bietet die Möglichkeit, den Glauben zu vertiefen. Sie präsentiert online und in einem Leporello für jeden Tag der Fastenzeit ein Wort aus dem jeweils kommenden Sonntagsevangelium. Dieses dient als Impuls für die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Glauben.





