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Eine gute Idee aus Böblingen für Kopenhagen

Im Foto: Das Team des Social Coworking Space „AnknüpfBar“ des Katholischen Dekanats Böblingen: Annegret Hiekisch, Prof. Dr. Ute Reuter, Antonia Schneider. Foto: drs/ Volker Schmid

Prof. Dr. Ute Reuter von der keb Böblingen stellt den Social Coworking Space „AnknüpfBar“ bei der Academy of Management in Kopenhagen vor.

Wenn sich vom 26. bis 30. Juli mehr als 14.000 Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen und Studierende aus aller Welt zur Jahrestagung der Academy of Management (AoM) in Kopenhagen versammeln, steht neben aktuellen Forschungsthemen auch ein Social Coworking Space aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf dem Programm: Die keb Böblingen stellt den Social Coworking Space „AnknüpfBar“ des Katholischen Dekanats Böblingen vor – ein innovatives Pilotprojekt kirchlich-sozialer Raumgestaltung, das für gelebte Teilhabe, Gemeinwohlorientierung und sozialraumbezogene Kirche mitten in der Stadt steht.

Gemeinschaftlich genutzte Räume für mehr gesellschaftliche Teilhabe

Im Rahmen eines hochkarätig besetzten internationalen Panels zum Thema „Social Innovation Spaces and New Forms of Learning“ präsentiert am 29. Juli Prof. Dr. Ute Reuter, Leiterin der keb Böblingen und verantwortlich für das Beratungs- und Bildungsangebot der AnknüpfBar, das Projekt als konkretes Beispiel dafür, wie gemeinschaftlich genutzte Räume nicht nur produktives Arbeiten, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und Dialog fördern können. Dabei geht es nicht nur um akademische Theorie, sondern um praktische, gelebte Innovation: Kirche schafft neue Räume, die offen, inklusiv und mitten im Leben der Menschen verankert sind.

Herzstück des Hauses

Die AnknüpfBar ist Teil des Dekanatshauses D12, das sich in einer ehemaligen Sparkassenfiliale in der Böblinger Innenstadt befindet. Die großzügige, frühere Schalterhalle bildet heute das Herzstück des Hauses – offen, hell und zentral gelegen. Neben den Geschäftsstellen des Katholischen Dekanats und der keb Böblingen ist hier mit der AnknüpfBar ein Coworking Space entstanden, der nicht auf einer eigenen Immobilie basiert, sondern ganz bewusst auf geteilter Nutzung: Das, was an Raum und Infrastruktur ohnehin vorhanden ist, wird geöffnet, geteilt und gemeinsam gestaltet.

Lebendiger Treffpunkt für ganz unterschiedliche Zielgruppen

Seit der Eröffnung im April 2025 hat sich der multifunktionale Bereich mit acht flexiblen Arbeitsplätzen, Lounge, Veranstaltungstechnik und modularer Einrichtung schnell zu einem lebendigen Treffpunkt für ganz unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. Ob Schüler:innen, Studierende, junge Erwachsene auf Orientierungssuche, Freiberufler:innen oder Vertreter:innen aus Kommune und Zivilgesellschaft – sie alle finden in der AnknüpfBar einen Ort zum Arbeiten, Begegnen und Wachsen. Möglich ist das dank eines niederschwelligen Konzepts: Die Nutzung ist kostenfrei und basiert auf Spenden- und Beteiligungsbasis.

 

„Wir teilen, was wir haben – Raum, Ausstattung, Gemeinschaft“

Initiiert und geleitet wird das Projekt von Annegret Hiekisch, Dekanatsreferentin und zuständig für die Profilstelle „Kirche im Sozialraum“. „Wir teilen, was wir haben – Raum, Ausstattung, Gemeinschaft“, beschreibt sie das Grundprinzip. Die AnknüpfBar steht exemplarisch für eine Kirche im Wandel: offen, relevant, ressourcenteilig.

„Die Menschen, die Atmosphäre und die Vielfalt“

Ein integraler Bestandteil des Konzepts ist das Bildungs- und Beratungsangebot, für das die keb Böblingen unter Leitung von Prof. Dr. Ute Reuter verantwortlich ist – von Workshops zu gesellschaftlichen Themen über Impulse zu nachhaltigem Leben bis hin zur „KI-Coffee Corner“. Im Alltag sorgt keb-Mitarbeiterin Antonia Schneider, Community Managerin und Bildungsreferentin, für Begegnung, Gastfreundschaft und kreative Impulse. Für sie sind es „die Menschen, die Atmosphäre und die Vielfalt“, die diesen Raum besonders machen.

Die Einladung zur AoM-Tagung zeigt: Was in Böblingen funktioniert, ist auch international von Interesse. Und es macht Mut: Kirche kann neue Wege gehen, ohne Bewährtes zu verdrängen und Räume schaffen, die verbinden, inspirieren und verändern.

Text von keb-Mitarbeiterin Antonia Schneider, Community Managerin und Bildungsreferentin

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