Umwelt

Eine Photovoltaikanlage für das Kirchendach in Obertürkheim

V.l: Pfarrer Andreas Gälle, Michael Laub, Sabine Lux (hinten), Martina Mandel und Andrea Pachner. Foto: Stadtdekanat Stuttgart

Mit St. Franziskus bekommt die dritte katholische Kirche in Stuttgart ein Solardach. Gemeinde soll bis Ende 2023 klimaneutral sein.

Das Dach der Kirche St. Franziskus in Obertürkheim muss saniert werden. Für die Kirchengemeinde ist dies ein guter Zeitpunkt, ihren Teil zur Energiewende beizutragen. St. Franziskus ist damit die dritte katholische Kirche in Stuttgart, die eine Photovoltaikanlage bekommt. Das Aufstellen der Gerüste hat begonnen. Die Arbeiten am Kirchturm beginnen im Juni, im Juli geht es dann am Hauptschiff weiter. Zusätzlich stellt die Gemeinde ihre Heizanlage auf eine umweltfreundliche Wärmepumpe um. „Wenn alles nach Plan läuft, schaffen wir es als Gemeinde schon Ende 2023 klimaneutral zu sein“, freut sich die gewählte Vorsitzende von St. Franziskus Andrea Pachner.

Die grüne Bauordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat den Weg freigemacht, Solaranlagen auf Kirchendächern anzubringen. „Wir sind froh, dass wir diese Möglichkeit haben. Da unsere Kirche nicht denkmalgeschützt ist, können wir schnell in die Umsetzung gehen“, sagt Andrea Pachner. Die Gemeinde betreibt die Photovoltaikanlage nicht selbst, sondern kooperiert mit der BürgerEnergie Stuttgart eG. St. Franziskus stellt das Kirchendach zur Verfügung und lässt von den Dachdeckern die erforderlichen Halterungen anbringen. Um Installation, Wartung und die Einspeisung ins Netz kümmert sich die BürgerEnergie Stuttgart. Schon jetzt ist klar, dass die Solaranlage weit mehr Strom erzeugen wird als die Gemeinde verbraucht. „Wir leisten unseren Beitrag zu den erneuerbaren Energien. Wir speisen den Strom für Obertürkheim ins Netz ein“, so Andrea Pachner.

Ende 2023 wird St. Franziskus zur klimaneutralen Gemeinde 

Rund eine Million Euro kostet die gesamte Außensanierung und der Wechsel der Heizanlage. Beide Arbeiten sollen größtenteils Ende Oktober abgeschlossen sein. Zusätzlich muss die in die Jahre gekommen Gasheizung ausgetauscht werden. Auch hier setzt die Gemeinde auf Nachhaltigkeit und stellt auf eine Wärmepumpe um und verabschiedet sich damit von fossilen Brennstoffen. Für Andreas Gälle, den leitenden Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-St. Urban ist die energetische Umstellung ein wichtiges Signal: „Die Bewahrung der Schöpfung ist uns als Christen ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns, dass wir in St. Franziskus mit großen Schritten vorangehen können.“ St. Franziskus ist nach St. Michael in Sillenbuch und St. Hedwig in Möhringen die dritte katholische Kirche in Stuttgart, auf deren Dach eine Photovoltaikanlage installiert wird.

St. Franziskus investiert über die Solaranlage und die Wärmepumpe hinaus. Auch im Gemeindezentrum stehen Umbauten an. Die Pfadfinder sollen im Gemeindezentrum neue Räume erhalten, da sie aus ihrem jetzigen Quartier ausziehen müssen. „Wir haben eine aktive Jugendarbeit und möchten diese auch unterstützen“, so Andrea Pachner. Deshalb möchte die Gemeinde für die Jugendarbeit Schränke und andere Möbel finanzieren. Zudem sollen die Toiletten im Gemeindehaus barrierefrei werden.

Ausstellung mit internationalen Karikaturen zur Kilmakrise

Die Gemeinde muss einen Teil der Kosten für die Dachsanierung, die Heizungsumstellung und die Umbauten im Gemeindezentrum selbst aufbringen. Deshalb haben die Kirchengemeinderäte von St. Franziskus bereits einige Fundraising-Aktionen auf den Weg gebracht, die alle unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Kirche“ stehen. Nach zwei Benefizkonzerten ist jetzt eine Ausstellung mit Karikaturen zum Klimawandel unter dem Titel „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ in der Kirche St. Franziskus geplant. Eröffnung ist am Freitag, 30. Juni, die Finissage am Freitag, 23 Juli. Die Ausstellung ist von dem Hilfswerk Renovabis konzipiert und zeigt internationale Karikaturen zum Thema Klimawandel. Zu sehen ist die Ausstellung vom 1. bis 23. Juli immer dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr in der Kirche St. Franziskus in der Ebniseestraße 12.

Spenden

Die Gemeinde freut sich über Spenden. Wer die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Umbauarbeiten in St. Franziskus unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto Spenden:

Gesamtkirchengemeinde St. Urban
IBAN: DE48 6005 0101 0008 1316 72
Stichwort: Gemeinsam für unsere Kirche

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