Männertag

Eine „Tankstelle“ für Männer

Männer am "Indoor-Lagerfeuer" mit Jan Frerichs, Gast beim Männertag 2022 in Untermarchtal. Foto: Christian Kindler

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart lädt zum 78. Männertag nach Untermarchtal. Das zweitägige Veranstaltungsprogramm ist online abrufbar.

Unter der Überschrift „Tun und Lassen – Männer zwischen Verantwortung und Gelassenheit“ steht der 78. Männertag der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem Tübinger Philosophen Fabian Erhardt. Stattfinden soll die Veranstaltung von Samstag bis Sonntag, 14. bis 15. Oktober, im Bildungsforum Kloster Untermarchtal.

Christian Kindler von dem für die Organisation des Männertags zuständigen Fachbereich der Hauptabteilung „Kirche und Gesellschaft“ des Bischöflichen Ordinariats rechnet nach seinen Erfahrungen der Vorjahre wieder mit rund 100 Teilnehmern und einem vollen Haus in Untermarchtal. „Immer wieder bekommen wir die Rückmeldung, dass der Männertag ein wichtiger auch spiritueller Treffpunkt und eine ‚Tankstelle‘ für die Männer ist“, stellt er fest.

Mit dem Thema „Tun und Lassen“ griffen die Initiatoren ein Phänomen auf, dass in der Begleitung von Männern immer wieder auftaucht: „Wir sind gerade mit so vielen Krisen und Umbrüchen konfrontiert, da ist es oft nicht so klar, was man notwendigerweise tun oder heute beispielsweise im Blick auf den Klimawandel auch lieber lassen sollte“, sagt Tilman Kugler, ebenfalls Referent in der diözesanen Männerseelsorge, der die zweitägige Veranstaltung gemeinsam mit Christian Kindler auf die Beine stellt. „Mit dem jungen Philosophen Fabian Erhardt aus Tübingen werden die Männer auf die Suche gehen, diskutieren aber auch praktische Erfahrungen machen“, sagt er.

Für den Erfolg des Formats spreche, dass in den vergangenen Jahren jeweils immer rund ein Drittel der Männer zum ersten Mal mit dabei war. „Die Teilnehmer sind zwischen 40 und 80 Jahren alt, kommen überwiegend aus der Diözese, aber auch aus anderen Landesteilen“, sagt Kugler. Die Konfession spiele für die Teilnehmenden dabei in der Regel eine untergeordnete Rolle, betont er.

Das Workshop-Angebot umfasse Gesprächsrunden beispielsweise zu den Themen Burnout-Prophylaxe, Ruhestand und Trauer. Trainiert werde das Hören auf die innere Stimme und es gebe Übungen mit Bewegung und Entspannung für den ganzen Körper, Bogenschießen und kreative Erfahrungsräume. Für Kindler sind die Begegnung und der Austausch die wohl wichtigsten Aspekte der Veranstaltung. „Wir wollen Männer ermutigen, sich den Fragen des Lebens als Mann zu stellen und miteinander Erfahrungen zu teilen“, fasst Kindler das Anliegen des Männertags zusammen. Die Begegnung beim kulturellen Abendprogramm mit dem Perkussion-Quartett „MamaBeSäDi“ aus Eriskirch trage dazu ebenso bei wie der Abschlussgottesdienst im großen Kreis der Männer. 

Hinweis

Das ausführliche Programm, ein Interview mit Referent Fabian Erhardt sowie weitere Informationen finden sich online.

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