Kartoffelaktion

Einsatz für die Knolle

Kartoffelspirale. Foto: Johanna Schäfer privat

Kartoffelaktion trägt zur Sortenvielfalt bei – Die Diözese Rottenburg-Stuttgart beteiligt sich wieder an der beliebten Aktion.

Mit dem Anbau besonderer Kartoffelsorten zum Erhalt der Sortenvielfalt beitragen – das ermöglicht die ökumenische Kartoffelaktion „Zusammen wachsen lassen“, an der sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart auch in diesem Jahr wieder beteiligt. Ab dem 4. Februar können sich Interessierte bei der Mitmachaktion bewerben.

Stefan Schneider ist Referent und Umweltbeauftragter im Fachbereich Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er erklärt den Zusammenhang, in dem die beliebte Kartoffelaktion steht: „Mit der Kartoffelaktion setzt die Diözese ein Zeichen für die Artenvielfalt, gerade auch im Bereich der Nutz- und Nahrungspflanzen. Werden Sie aktiv und beteiligen Sie sich an dieser Aktion - für den Erhalt der Vielfalt in Gottes bunter Schöpfung! Ich wünsche Ihnen Freude am Anpflanzen und am Wachsen und Gedeihen der Kartoffeln.“

Kartoffelaktion begeistert für Bewahrung der Schöpfung

Auch 2025 will das Mitmach-Projekt Kartoffelaktion wieder für die Bewahrung der Schöpfung, für Sortenvielfalt sowie regionales und gemeinschaftliches Gärtnern begeistern. Die teilnehmenden Diözesen und Landeskirchen verlosen über 2.600 Sets mit je fünf verschiedenen Pflanzkartoffeln. An der Aktion können Einzelpersonen und Familien, Gruppen z.B. Kita-Gruppen und Schulklassen, sowie Kirchengemeinden teilnehmen. Kleine Gruppen erhalten Doppelsets. Größere Gruppen und Kirchengemeinden können sich um ein Großgruppenset bewerben. Es werden alte oder bio-zertifizierte, farbenfrohe Kartoffelsorten angeboten, die von den Teilnehmenden im Frühling angebaut werden können.

Teilnahme: Wer sich vom 4. bis zum 25. Februar 2025 auf der Website www.kartoffelaktion.de anmeldet, erhält von März bis Oktober den Kartoffel-Newsletter und kann eines der Kartoffelsets gewinnen.

Violetta, Sirtema, La Ratte, Heiderot und Linda im Set

Kirchengemeinden und größere Gruppen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart bewerben sich per E-Mail an umwelt(at)bo.drs.de um ein Großgruppenset. Die Sets enthalten dieses Jahr die Sorten Violetta, Sirtema, La Ratte, Heiderot und Linda. Wer gewinnt, kann die Knollen im Gartenbeet, Hochbeet, Pflanzsack oder im Eimer anbauen.

Praktischer Newsletter

Wer kein Set gewinnt, erhält dennoch den monatlichen Newsletter, die sogenannten Kartoffelbriefe, und hat die Möglichkeit, sich mit eigenen (Pflanz-)Kartoffeln an der Aktion zu beteiligen. Der Newsletter enthält neben praktischen Tipps zum Kartoffelanbau auch Schöpfungsimpulse – kurze spirituelle Texte für Erwachsene und Kinder sowie Extra-Materialien für Kinder. Neben den bewährten Tipps und Tricks wird unter anderem Wissen über den Kartoffelanbau bei veränderten klimatischen Bedingungen vermittelt. Zudem werden verschiedene Organisationen und Initiativen vorgestellt, die sich für die Bewahrung der Schöpfung und Biodiversität engagieren.

Weitere Infos:

Die Kartoffelaktion 2025 ist eine Gemeinschaftsaktion der Erzbistümer Freiburg, Köln und Paderborn, des Bistums Augsburg, der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Evangelischen Landeskirchen in Baden und von Westfalen.

Weitere Informationen gibt es im Internet: www.kartoffelaktion.de

HIER geht es zum YouTube Video der letztjährigen ökumenischen Kartoffelaktion.

Wissenswertes

Unser wichtigstes Grundnahrungsmittel ist eine Migrantin

Die Kartoffel ist eine echte Latina und hat ihren Ursprung in den Anden in Lateinamerika. Es scheint drei botanische Verbreitungszentren zu geben: die Anden von Peru und Bolivien bis Argentinien, das Hochland von Mexiko und Guatemala und Südchile.

Die Wildkartoffeln gab es wohl schon bereits vor 13.000 Jahren in Südchile. Die Kultivierung der Kartoffel als Kulturpflanze ging vom andinen Verbreitungszentrum im Chilca-Tal südlich von Lima, Peru aus.

Nach Europa gelangte die Kartoffel erst nach der Eroberung des Inkareiches durch Pizarro (1532). Vermutlich gab es zwei voneinander unabhängige Einführungen der beliebten Knolle nach Europa. Die erste erfolgte nach Spanien gegen 1570 und die zweite nach England gegen 1590. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts war die Kartoffel auch in verschiedenen deutschen Ländern bekannt.

Während es in Südamerika mehr als 200 botanische Arten von Kartoffeln gibt, von denen 7 kultiviert werden, wird in Europa nur die Art Solanum tuberosum angebaut.