Bischof Dr. Klaus Krämer rief die versammelten jungen Leute dazu auf, der Hoffnung ein Gesicht - ihr Gesicht - zu geben und sich aus dem Glauben heraus für das Gute stark zu machen. Beim mitreißenden Abschlussgottesdienst des Jugendtags in der Vinzenzkirche erinnerte Krämer an das Leitwort des vom verstorbenen Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres 2025, das ähnlich wie das Jugendtagsmotto einen Gegenakzent zu der sich ausbreitenden Mutlosigkeit setze: Pilger der Hoffnung zu sein.
Wenn sich angesichts von Krisen, Kriegen und Klimawandel vielfach Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit breit machten, die sich mit einem Energydrink oder einer Tasse Kaffee nicht beseitigen lassen, seien Menschen gefragt, die der Perspektivlosigkeit ihre Hoffnung entgegensetzen, „die von der Hoffnung Zeugnis geben". Papst Franziskus habe immer wieder den Blick auf Menschen gelenkt, die „Gesichter der Hoffnung sind" - Menschen, „auf deren Gesichtern ein Glanz aufstraht, der von einer Hoffnung zeugt, die mit der Realität, in der sie leben, gar nicht zu erklären ist, weil diese Menschen nach unseren Maßstäben in einer hoffnungslosen Situation leben - und trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben", sagte Krämer.
Hoffnung zu haben sei nicht weltfremd. „Wer Hoffnung hat, ist ein realistischer Mensch: einer, der die Gefahren und Bedrängnisse kennt; wer Hoffnung hat, der gibt aber nicht auf". Hoffnung zu haben „heißt ein Ziel vor Augen zu haben, eine Zukunft, auf die wir uns zubewegen, und als Christen vertrauen wir darauf, dass Gott uns diese Zukunft bereiten will, dass er selbst diese Zukunft für uns ist", sagte der Bischof.






