Wegzeichen

Engagiert für christliche Kleindenkmale

Bei der Vergabe des Stiftungspreises wird dieses Jahr auch die vorbildliche Restaurierung einer Kapelle und der dazugehörenden Außenanlage im Dekanat Ostalb gewürdigt. Das kleine gelbe Kapellchen steht am Hang. Hinten ist der blaue Himmel zu sehen. Eine steile Steintreppe führt hinauf. Eine Leiter lehnt an der gelben Fassade.

Bei der Vergabe des Stiftungspreises wird dieses Jahr auch die vorbildliche Restaurierung einer Kapelle und der dazugehörenden Außenanlage im Dekanat Ostalb gewürdigt. Bild: Michael Zeller

Die Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen vergibt den Stiftungspreis. Bewerbungen für das Jahr 2022 werden jetzt angenommen.

Für herausragende Aktivitäten zum Erhalt oder zur Neuerrichtung christlicher Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat deren Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen den Stiftungspreis 2021 vergeben.

Dominik Wolter, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, hält fest: „Die Stiftung freut sich über die große Anzahl an Bewerbungen aus allen Teilen der Diözese. Dies zeigt eindrucksvoll, dass die kleinen Glaubenszeichen am Wegesrand geschätzt und geliebt, gepflegt und genutzt werden.“

Der Preis gehe an insgesamt elf Gruppen und Privatpersonen. „Sie haben in vorbildlicher Weise christliche Kleindenkmale wie Feldkreuze, Kapellen und Bildstöcke instandgesetzt beziehungsweise neu errichtet. Auch mehrere aufwändige Dokumentationen der kleinen Wegzeichen, die dazu beitragen, dass diese Kulturdenkmale nicht in Vergessenheit geraten, wurden ausgezeichnet“, fährt Wolter fort. Insgesamt belaufe sich das Preisgeld auf 4.500 Euro.

Die aktuellen Preisträger

Die Preisträger sind: Oliver Slavik aus Westerheim (Dekanat Ehingen-Ulm) für die Restaurierung und Neuaufstellung eines dem Verfall preisgegebenes Wegkreuzes; Rainer und Luitgard Wamsler aus Schwäbisch Gmünd-Bargau (Dekanat Ostalb) für die vollständige und ausführliche Dokumentation aller christlicher Wegzeichen in Bargau; Der Heimatkreis Fridingen e.V. (Dekanat Tuttlingen-Spaichingen) für die Sanierung und Reparatur des „Härlekreuzes“ sowie für viele andere Aktivitäten zur Bewahrung der kleinen christlichen Kulturdenkmale in Fridingen; Konrad Ritter aus Dornstadt (Dekanat Ehingen-Ulm) für die umfang- und detailreiche Dokumentation christlicher Wegzeichen und die Buchveröffentlichung „Kultur am Wegesrand. Dornstadt und seine Ortsteile“; Cornelia Klaß aus Hohenstein-Eglingen (Dekanat Reutlingen-Zwiefalten) für die ausführliche Dokumentation der Weg- und Feldkreuze rund um Eglingen; Günter Brutscher aus Bad Waldsee-Mennisweiler (Dekanat Allgäu-Oberschwaben) für die Entwicklung der Homepage wegzeichen-oberschwaben.de, die dazu beiträgt, die christlichen Kleindenkmale in Oberschwaben zu dokumentieren und als Glaubenszeichen zu bewahren; Daphne Kerber und Susanne Krämer aus Isny (Dekanat Allgäu-Oberschwaben) für die moderne künstlerische Gestaltung und Realisierung des „Bilderstocks für die Region Allgäu/Oberschwaben“; Familie Zeller aus Rainau (Dekanat Ostalb) für die vorbildliche Restaurierung der Kapelle Hl. Antonius und der dazugehörenden Außenanlage; Edeltraut und Johann Kohler aus Dischingen-Demmingen (Dekanat Heidenheim) für die überaus aufwändige und denkmalgerechte Sanierung ihrer aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammenden Hergottsruh-Kapelle in Demmingen; die „Ave Glöcklein Gruppe“ in Degmarn (Dekanat Heilbronn-Neckarsulm) für ihren Einsatz für den Erhalt der alten Kreuzwegstationen, die Pflege einer Kapelle und von Bildstöcken sowie der Lourdes-Grotte in Degmarn und Angelika Spieß aus Wolpertswende (Dekanat Allgäu-Oberschwaben) für die aufwändige und gelungene Restaurierung ihres „Weg-Flurkreuzes“ aus Sandstein.

Bewerbungsschluss ist am 31. Oktober 2022

Auch 2022 werde die Stiftung Wegzeichen wieder Bewerbungen für den Stiftungspreis entgegennehmen, sagt Wolter. „Zudem gibt es einen Sonderpreis für den Einsatz von Jugendlichen für die religiösen Wegzeichen. Insgesamt wird ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro ausgeschüttet, wobei eine Aufteilung auf mehrere Preisträger möglich ist“, sagt der Stiftungs-Vorstand.

Preiswürdig seien zum Beispiel wiederum Aktivitäten zur Sicherung und zum Erhalt religiöser Kleindenkmäler, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sowie die Dokumentation religiöser Kleindenkmale vor Ort oder auch die Neuerrichtung eines solchen.

Um den Preis könnten sich Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine aus dem Gebiet der Diözese Rottenburg-Stuttgart bewerben, nicht aber kirchliche oder politische Gemeinden beziehungsweise behördliche Einrichtungen. Der Bewerbungsschluss ist am 31. Oktober 2022.

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