Jubiläum

Engagiert für Kirche und Kommune

Aus Anlass des 100. Kapellenjubiläums St. Josef Hohlenstein und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hohlenstein zelebrierte Weihbischof Thomas Maria Renz einen Festgottesdienst. In der Festgemeinde (erste Reihe, von links): Robert Knaus, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderates St. Sola, Florian Kohler, Kösinger Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr, und der Neresheimer Bürgermeister Thomas Häfele. Foto: drs/Jerabek

Im Zeichen des Dankes für vielfältiges Engagement hat Hohlenstein ein Doppeljubiläum gefeiert: 100 Jahre Josefskapelle und 150 Jahre Feuerwehr.

Wo Vereine und Kirchengemeinden ganz selbstverständlich miteinander arbeiten, wo Kirche und Kommune kooperieren, da kann auch gemeinsam gefeiert werden – so wie in Hohlenstein. Denn das Engagement im Dienst der seelischen Erbauung und der Dienst an Notleidenden passen gut zusammen. „Wir brauchen das Ehrenamt in den verschiedensten Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens und sind dankbar, wenn so viele Menschen sich engagieren“, sagte Weihbischof Thomas Maria Renz, der auf Einladung von Pfarrer Klaus Wolfmaier zum Doppeljubiläum aufs Härtsfeld gekommen war.

Unter Mühen und Entbehrungen hätten die Einwohner von Hohlenstein in der Zwischenkriegszeit ihre Kapelle errichtet, „weil es ihnen wichtig war, dass es auch in ihrem Ort ein Haus gibt, wo Gott unter uns ist“, wo sich die Menschen immer wieder erinnern, „dass Gott sein Zelt aufgeschlagen hat mitten unter uns“, erinnerte der Weihbischof. Denn Kirchen und Kapellen seien steingewordener Ausdruck der Botschaft Gottes: „Ich bin mitten unter euch“. Es gelte „vor allem Gott, aber auch unseren Vorfahren zu danken, die vor 100 Jahren die Josefskapelle gebaut haben“.

Die Vorfahren in die Feier „hereingeholt“

Renz erinnerte an den Stellenwert des Gedenkens an die Verstorbenen, denen in jeder Heiligen Messe ein eigener Abschnitt im Hochgebet vorbehalten ist, wo sie „hereingeholt“ werden in die Feier. „Wenn unsere Verstorbenen nicht einfach vergangen sind, sondern in der Vollendung angekommen sind, dann sind sie schon dort, wohin wir alle noch unterwegs sind, dann sind sie in unserer Heimat, wie Paulus es in einem seiner Briefe sagt: Unsere eigentliche Heimat ist im Himmel und nicht in dieser Welt; hier sind wir nur im ‚Durchgangsstadium‘.“

Allen, die sich in den 100 Jahren um die Kapelle gesorgt haben und sorgen, und allen, die darin gebetet haben und beten, in glücklichen Stunden und in traurigen Situationen des Lebens, gelte an diesem Tag die Erinnerung: „Unsere Kirchen und Kapellen sind ja Orte, an denen wir mit allem, was uns beschäftigt – wie es Jesus im Tagesevangelium sagt – Ruhe finden und Erholung für unsere Seele, dass wir neue Kraft finden für den Weg, der vor uns liegt.“

Bitte um Schutz und Segen für die Wehr

Es gelte auch dafür zu danken, „dass es seit 150 Jahren die Freiwillige Feuerwehr gibt“, so Renz weiter. Eine historische Handdruckspritze aus dem Jahr 1873 ist Beleg dafür. Heute ist die Wehr von Hohlenstein, einem Teilort des Neresheimer Stadtteils Kösingen, in der Abteilung Kösingen der Freiwilligen Feuerwehr von Neresheim organisiert. Für alle Einsätze der Feuerwehrleute erbat der Weihbischof den Segen Gottes und die Fürsprache nicht nur des Feuerwehrpatrons Florian, sondern auch des Kapellenpatrons Josef, der als „Hausvater“ der Kirche auch die Wohnhäuser der Menschen im Blick habe, die vor Feuer zu schützen ja Aufgabe der Feuerwehr ist.

Dank vielfältigen Engagements...

Renz würdigte das Engagement auch der jungen Menschen in Sport- oder Musikvereinen, bei der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz. Dass junge Menschen „nicht einfach nur für sich dahinleben und nur um sich kreisen, sondern dass sie sich auch um andere sorgen“ und sich engagieren, davon zeugte auch die beachtliche Schar von Ministrantinnen und Ministranten der Kirchengemeinde St. Sola Kösingen, deren tapferen Dienst unter brennender Sonne die Gottesdienstgemeinde mit einem besonderen Applaus bedachte.

... wird Gottesdienst zum Fest

Applaus gab es auch für Mathilde Wengert und Mesnerin Klara Grubauer, die seit vielen Jahren die Josefskapelle pflegen, sowie für alle, die den Jubiläumsgottesdienst unter freiem Himmel festlich gestalteten: der ökumenische Kirchenchor Kösingen/Schweindorf mit Unterstützung des Kirchenchores Hülen (Leitung: Kaspar Grimminger) und Erich Löffler am Piano unter der Gesamtleitung von Ingrid Philipp sowie die Kösinger Musikanten unter Leitung von Rüdiger Heindel. Schirmherr des Doppeljubiläums war Bürgermeister Thomas Häfele.

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