Diözesanrat

Europa braucht Öffentlichkeit

Der Diözesanausschuss Europa ist im Juli auf einer fünftägigen Studien- und Begegnungsreise. Besucht werden Görlitz, Breslau und Ostrau. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Ines Szuck

Wie können sich Christinnen und Christen über Grenzen hinweg vernetzen? Eine Reise des Diözesanausschusses Europa soll Antworten liefern.

„Gibt es auch in Ost-Deutschland, Polen und Tschechien etwas, das Europa zusammenhält? Und stimmt es, dass dem Christentum dabei eine besondere Rolle zukommt? Könnte ja sein, dass das alles nur Fake News sind“, so Dr. Stefan Meißner, Vorsitzender des Diözesanausschusses Europa der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor Beginn der fünftägigen Studien- und Begegnungsreise – bewusst provozierend. Er ist einer der Initiatoren. Die Reise ist ihm wichtig.

Und so begibt sich eine kleine Gruppe vom 20. bis 24. Juli von Stuttgart nach Görlitz, Breslau und Ostrau. Ziel ist es, sich in der persönlichen Begegnung mit kirchlichen Gruppierungen, Organisationen und Amtsträgern über die jeweilige kirchliche Situation und die Aufgaben auszutauschen, zu diskutieren, Unterschiede zu erkennen und nicht zuletzt sich zu vernetzen, und das über staatliche Grenzen hinweg.

Begegnungen und Gespräche

Auch Prof. Dr. Rainer Bendel, Geschäftsführer AKVO Vertriebenenverbände und Mitglied im Ausschuss Europa, liegt die Reise am Herzen. „Europa braucht Öffentlichkeit. Öffentlichkeit entsteht durch Austausch, Gespräch, Begegnung. Das sind eigentlich Kernkompetenzen von Christinnen und Christen. Die sollten wir in einem ersten Schritt gerade in der Nachbarschaft pflegen. Und Nachbarn haben wir in allen Himmelsrichtungen“, so Bendel.

Gemeinsam mit Meißner und Bendel begeben sich zwölf weitere Teilnehmende auf die fünftägige Reise. Unter anderem stehen die Besichtigung der Friedenskirche in Jawor (Polen) und des Projekts „Friedensglocken für Europa“ in Pist (Tschechien) auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen aber der Austausch und die Begegnungen mit den Menschen vor Ort, so zum Beispiel Gespräche in der europäischen Jugend- und Bildungsstätte Krzyzowa, im Dorf des Zusammenlebens in Ostrava – Muglinov, einem Integrationsprojekt der Caritas für Sinti und Roma, sowie mit dem Kanzler der Kurie, Dr. Jacek Froniewski in Breslau.

Erste Station der Reise ist das östlichste und, gemessen an der Zahl der Gläubigen, das kleinste Bistum Deutschlands, „Görlitz“, und die Begegnung mit Mitgliedern des dortigen Diözesanrats.

Reiseberichte

Die einzelnen Etappen der Reise können Sie hier verfolgen.

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