Im Rahmen eines feierlichen Gottesdiensts mit Domkapitular Holger Winterholer kam es im Dom St. Martin in Rottenburg zur feierlichen Beauftragung und Aussendung von Schulseelsorger:innen an öffentlichen Schulen und von Schulpastoralbeauftragten an katholischen Schulen in der Diözese.
Mehr denn je sei der Dienst in der Schulseelsorge heute notwendig und gefragt, sagte der Domkapitular. Es gehe darum, an einem "freundlichen Ort" wachsen zu dürfen, ein offenes Ohr zu finden, gemeinsam zu beten und auch darum, einmal eine Tafel Schokolade geschenkt zu bekommen. Glaube, Beziehung und Menschlichkeit: „Gerade so wächst das Reich Gottes. Durch Geduld und nicht durch Druck“, hielt Winterholer fest.
Erfolgreich abgeschlossen
Zuvor waren zwei Weiterbildungen in der Schulpastoral erfolgreich abgeschlossen worden: Das dreijährige berufsbegleitende Qualifikationsangebot für kirchliche und staatliche Lehrkräfte aller Schularten der Diözese Rottenburg-Stuttgart, das durch die Hauptabteilung „Schulen“ im Bischöflichen Ordinariat der Diözese angeboten worden war, sowie ein zweijähriges berufsbegleitendes Format für Lehrkräfte an Katholischen Freien Schulen der Diözese und für Angehörige der Pastoralen Dienste, das von der Hauptabteilung „Schulen“ in Kooperation mit der Stiftung Katholische Freie Schule sowie mit dem diözesanen Institut für Fort- und Weiterbildung angeboten wurde. Die Absolvent:innen sowie einzelne Schulseelsorger:innen aus früheren Weiterbildungen wurden nun offiziell beauftragt durch Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr, Leiterin der Hauptabteilung „Schulen“ im Bischöflichen Ordinariat, für die öffentlichen Schulen sowie von Professor Dr. Matthias Gronover, Stiftungsdirektor und Vorstand Pädagogik, für die katholischen Schulen.
Einen Raum der Sorge umeinander
Augustyniak-Dürr sagte in ihrer Ansprache zum Ende der Beauftragungsfeier: „Heute geht es darum, Sie für den Schulpastoralauftrag, den Sie übernommen haben, nochmals in besonderer Weise unter den Segen Gottes zu stellen. Sie sagen nochmals bewusst ‚Ja‘ dazu, Samen zu säen, wie das Gleichnis vom Wachsen der Saat es beschreibt.“ In der Seelsorge schlage das Herz der Kirche und wo immer Seelsorge geschieht, sei die Haltung von grundlegender Bedeutung, mit der man den anderen begegnet. Für die Schulseelsorger:innen gehe es dabei darum, „einen Herzens- und Segensraum in der Schule mitzugestalten und zu fördern“, einen Raum des Respekts, des Zutrauens, der Liebe und Sorge umeinander.
Aus der Perspektive des Kindes
Im Namen der Stiftung Katholische Freie Schule ergriff dann Dr. Gronover das Wort und sagte an die Schulpastoralbeauftragten gewandt, dass sie das Versprechen der Schule an die Kinder und deren Familien verkörperten, dass alles, was dort getan wird, aus der Perspektive des Kindes betrachtet wird. „Dass wir Sorge tragen für die, die uns anvertraut sind. Dass wir Räume eröffnen, in denen Menschen wachsen können – im Glauben, im Wissen, in der Gemeinschaft.“ Dieser Auftrag sei an die Person gebunden und gelte, solange die neuen Schulpastoralbeauftragten an den Schulen der Stiftung tätig sind.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst sowie ein sich anschließender Stehempfang durch das Ensemble „Tibi Deo“ aus der Seelsorgeeinheit Rottweil-Hausen-Neukirch mit Thomas Grathwohl (Gitarre, Gesang), Sylvia Grathwohl (Querflöte, Saxophon, Gesang) und Eckhard Gräff (E-Piano, Orgel).



