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Frieden bilden

Ulli-Thiel-Friedenspreis: Schüler:innen des Martin-Schleyer-Gymnasiums Lauda-Königshofen erhalten für ihre Arbeit in Projektgruppen den ersten Preis.

Der "Ulli-Thiel-Friedenspreis" für Schüler:innen in Baden-Württemberg entwickelt sich weiter zu einem festen Bestandteil der Friedensbildung an Schulen. Das wurde bei der 4. Preisverleihung am 7. Juli im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe deutlich. Aus allen Schularten kamen 25 Einsendungen. Um den Arbeiten gerecht zu werden, wurden dieses Jahr zehn Auszeichnungen vorgenommen.

Den mit 500 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Martin-Schleyer-Gymnasium Lauda-Königshofen. Schüler:innen der Jahrgangsstufe 1 hatten sich in Projektgruppen mit dem Thema auseinandergesetzt. Es wurden unter anderem Dokumente zu einem Kunstprojekt, einer öffentlichen Friedensveranstaltung, Unterrichtsprojekte und Interviews mit Personen des öffentlichen Lebens eingereicht.

Platz 2 (je 300 Euro) wurde zwei Mal vergeben. Projektgruppen aus Klasse 10 des Hans-Furler-Gymnasiums in Oberkirch gestalteten Plakate, Videos und Erörterungen. Ein Team des Robert-Gerwig-Gymnasiums in Hausach konzipierte und organisierte eine öffentliche Kunstausstellung.

 

Frieden schaffen – das ist drängender denn je, beginnt früher denn je und es fängt bei uns an.
Landesbischöfin Heike Springhart

 

An drei Schulen komponierten Projektgruppen Lieder, dies hat die Jury veranlasst, in diesem Jahr auch Musikpreise zu verleihen. Die Gewinner führten ihre Musik live auf, was für große Begeisterung sorgte. Weitere Auszeichnungen erhielten zwei sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, eine Gemeinschaftsschule und eine Berufsschule.

"Frieden schaffen – das ist drängender denn je, beginnt früher denn je und es fängt bei uns an. Die Projekte der Schülerinnen und Schüler zeigen eindrücklich, dass Frieden nicht irgendein Thema ist, sondern eine Überlebensfrage für uns alle. Damit tragen sie die Leidenschaft von Ulli Thiel weiter“, so die Landesbischöfin Heike Springhart in ihrer Laudatio.

Sonnhild Thiel zeigte in ihrer Rede, wie wichtig es ist, Konflikte mit gegenseitigem Zuhören und Miteinandersprechen zu lösen. Sie betonte, dies sei zwar anstrengender als nur auf Befehl und Gehorsam zu setzen, aber für ein gutes Zusammenleben notwendig. Den jungen Menschen gab sie folgenden Rat mit auf den Weg: "Lasst euch von einer alten Frau sagen: Folgt nie einem Befehl, sondern denkt selber nach und entscheidet freiwillig nach eurem Gewissen und nach den Prinzipien der Menschenrechte."

 

Folgt nie einem Befehl, sondern denkt selber nach und entscheidet freiwillig nach eurem Gewissen und nach den Prinzipien der Menschenrechte.
Laudatorin Sonnhild Thiel

 

Der Preis wird von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der DFG-VK Baden-Württemberg, „pax an!“ - Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und pax christi Freiburg und Rottenburg-Stuttgart ausgelobt.

Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer, Friedensaktivist und Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der bislang größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland.  Von ihm stammt der Spruch "Frieden schaffen ohne Waffen", der zum Motto des Preises geworden ist.

Die neue Ausschreibung für den Wettbewerb 2023/24 startet nach den Sommerferien. Erstmals ist dann auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg als Veranstalter mit dabei.

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