Zu Ostern 2026 bittet Bischof Dr. Klaus Krämer die Katholik:innen in Württemberg um Unterstützung und Teilnahme an der Bischof-Moser-Kollekte. Deren Ertrag kommt der Bischof-Moser-Stiftung zugute, zu deren Aufgaben die Förderung neuer, innovativer Seelsorgeprojekte im Gebiet der Diözese Rottenburg-Stuttgart gehört.
Sehr dankbar für solche Initiativen
„Immer wieder kommen pastorale Mitarbeiter:innen mit guten Ideen auf den Vorstand der Stiftung zu, um die Realisierung und Finanzierung von Seelsorgeprojekten prüfen zu lassen. Ich bin sehr dankbar für solche Initiativen, denn wir stehen vor großen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen“, sagt Dr. Krämer mit Blick auf „den schmerzhaften Verlust an Kirchenmitgliedern“ und er verweist auf den Auftrag der Kirche, die im christlichen Glauben begründeten Werte zu vermitteln und praktisch vorzuleben. Dazu sollten die von der Stiftung geförderten Initiativen beitragen.
Willkommen und angenommen
Bischof Dr. Krämer nennt zwei beispielhafte Projekte, die über mehrere Jahre durch die Stiftung finanziell gefördert werden und die den Stiftungszweck gut veranschaulichten: Das Projekt „lebenswert“ an der katholischen Eugen-Bolz-Schule in Bad Waldsee sowie das Projekt „Willkommenskultur an der Wallfahrtskirche Heiligenbronn“ im Waldachtal. In Bad Waldsee würden – in Kooperation mit verschiedenen Partnern – Angebote der Schulpastoral mit offener Schulsozialarbeit verbunden und eine zusätzliche Mitarbeiterin bringe ihre sozial- und religionspädagogische Kompetenz in der Schule ein. Sie schaffe Begegnungs- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche, in denen sie ihre Fähigkeiten entwickeln und die Erfahrung machen könnten, dass sie angenommen und geliebt sind. Als zweites Beispiel nennt der Bischof den Wallfahrtsort Heiligenbronn, der für viele Menschen in der Region und darüber hinaus ein besonderer spiritueller Ort sei, an dem sie seelsorgerliche Hilfe und Orientierung im Glauben suchen. Mit Unterstützung der Bischof-Moser-Stiftung könne an der dortigen Wallfahrtskirche eine zusätzliche Mitarbeiterin tätig sein. „Sie verstärkt die Willkommenskultur, damit ankommende Personen erfahren: sie sind willkommen und angenommen mit ihren Anliegen und Sorgen“, lobt der Bischof.
Einsamkeit vorbeugen
Laut Dominik Wolter, Geschäftsführer der Bischof-Moser-Stiftung, werden die Zuwendungen aus der Osterkollekte in den Kirchen der Diözese zur Hälfte dem Stiftungskapital zugeführt und zur anderen Hälfte für die Förderung der Seelsorgeprojekte verwendet. Neben den beispielhaft von Bischof Dr. Krämer genannten Projekten nennt Wolter weitere Initiativen, die die Stiftung unterstützt. So werden in Heilbronn neue Formate und Angebote für die seelsorgerliche Quartiersarbeit in und um das neue Stadtquartier Neckarbogen entwickelt und in Böblingen finanziert die Stiftung eine Stelle im Coworking Space D12, um Gemeinschaft erlebbar zu machen, Struktur zu bieten und Einsamkeit vorzubeugen.
100 Prozent für Seelsorgeprojekte
„Um an allen diesen Stellen auch in Zukunft aktiv bleiben zu können, ist die Stiftung auf finanzielle Unterstützung angewiesen“, fährt der Geschäftsführer fort und weist darauf hin, dass es für alle, die sich nicht an der Osterkollekte in den Kirchen beteiligen können, auch die Möglichkeit besteht, die Stiftungsarbeit mit einer direkten Spende zu unterstützen. „Diese direkten Spenden an die Stiftung werden dann zu 100 Prozent für die Förderung unserer Seelsorgeprojekte eingesetzt“, sagt Wolter.
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