Der sonst übliche Jahresempfang der Prälatur Heilbronn fand erstmals als ökumenischer Empfang der Kirchen statt. Als Thema stellte er das Gemeinwohl und die Verantwortung für das Gemeinwesen in den Vordergrund. Als Hauptgast war Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, geladen.
Im Gespräch mit Prälat Ralf Albrecht, der die Veranstaltung in der Kilianskirche moderierte, blickte Jäger auch auf den Stellenwert des Ehrenamts. Dieses müsse im alltäglichen Erleben wieder mehr Wertschätzung bekommen, sagte er.
Bei der anschließenden Podiumsrunde mit weiteren Gästen sprach Sarina Pfründer, Bürgermeisterin der Stadt Lauffen am Neckar, den Kirchen eine nach wie vor wichtige Rolle zu. Sie zählte die Kindergärten, die Seniorenarbeit und die Jugendarbeit auf. Pfründer wünschte den Kirchen, dass sie weiterhin „Kraft haben, diese Aufgaben zu erfüllen“.
Die Bedeutung von Ehrenamt
Der katholische Dekan Roland Rossnagel erwähnte ebenfalls die Bedeutung der Kindergärten und würdigte das Wirken der Erzieherinnen und Erzieher. Nneka Chukwu-Brecht, Leiterin des Seniorenzentrums St. Elisabeth, berichtete von den Ehrenamtserfahrungen in ihrer Einrichtung. Sie bezeichnete Zeit als das Wertvollste, was wir geben könnten.
Der evangelische Dekan Christoph Baisch sprach vom Ehrenamt als „großes Übungsfeld“ für die Herausforderung der Vielfalt. Weihbischof Thomas Maria Renz erwähnte die Freiwilligendienste, und wie diese die Jugendlichen prägten: „Sie kommen verändert zurück.“
Zwischen den Gesprächsteilen beeindruckte das Vokalensemble Zwölfklang die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Empfangs. Diese konnten nach einem Segen und einem gemeinsamen Lied das Thema dann bei einem kleinen Imbiss vertiefen.





