Jubiläum

"Glauben ist eine Beziehungsfrage"

Johannes Steinbach lebt nach wie vor in Sillenbuch, wo er sich sehr wohl fühlt. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Die katholische Gemeinde in Sillenbuch feiert das 50-Jahr-Weihejubiläum von Johannes Steinbach sowie den Jahrestag der Altarweihe.

Ganze 17 Jahre war Johannes Steinbach Pfarrer der katholischen Gemeinde Sankt Michael in Sillenbuch. Nun lädt er zur Feier des 50. Jahrestages seiner Priesterweihe durch Weihbischof Anton Herre ein, die ebenfalls im Jahr 1973 in Sillenbuch stattfand. "Das Weihejubiläum wird am Sonntag, 1. Oktober, mit einem feierlichen Gottesdienst begangen, der um 11 Uhr beginnt. Gleichzeitig feiert die Kirchengemeinde an diesem Tag auch ihr Patrozinium und den Jahrestag der  Altarweihe. Auch dieses Ereignis jährt sich zum 50. Mal."

Besonders erfreut ist Steinbach darüber, dass mit Angelika Walser, Professorin an der Katholisch Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, eine frühere Ministrantin mit dabei sein wird und die Predigt hält. "Auch drei ehemalige evangelische Pfarrer aus der damaligen Sillenbucher Zeit sind mit unter den Gästen", freut sich der Jubilar. Für ihn ist klar: "Glauben ist eine Beziehungsfrage; gleich ob es die Beziehung zu Gott oder zu den Menschen betrifft. Wenn ich nur von der Kanzel aus predige, dann wird es schwierig." So sei ihm das Kontakthalten nach wie vor sehr wichtig. "Man muss Beziehungen pflegen, sich dafür engagieren und darf nicht passiv sein und sich auf andere verlassen. Das erscheint mir sehr wichtig."

Es gab viel zu bewegen, viel zu tun

Der 79-Jährige kommt aus dem Unterfränkischen und hat in Würzburg, München und Innsbruck Katholische Theologie und Pastoralpsychologie studiert. Priester war er außer in Sillenbuch auch acht Jahre in Wien und zuletzt 17 Jahre in Sankt Georg in der Stuttgarter Innenstadt. Mit Blick auf seine Zeit als Pfarrer dort erinnert er sich an die erfolgte Kirchenrenovierung und an die Feste, die auf dem großen Kirchplatz gefeiert wurden und Eindruck hinterließen. "Es war eine spannende Gemeinde mit Menschen aus 49 Nationen. Es gab viel zu bewegen und zu tun." Sehr schön sei auch die Ökumene sowie die Zusammenarbeit mit den Muslimen gewesen, erinnert er sich gerne zurück.  

"Ich wurde Priester in einer glücklichen Zeit", resümiert der Jubilar und erinnert an die Aufbruchsstimmung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. "Als Student verteilte ich Arbeitspapiere bei der Würzburger Synode. Ich war mittendrin. Das lebendige Diskutieren in dieser Zeit, hat mich sehr inspiriert und beeindruckt."

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