Veranstaltung

Gottesdienst zur Eröffnung der Landesgartenschau

Bischöfe und Pfarrer im Kirchengarten der Landesgartenschau

Nach dem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst der Landesgartenschau in Ellwangen nahmen die Bischöfe Dr. Klaus Krämer und Ernst-Wilhelm Gohl (2. bzw. 3. von rechts), die Stadtpfarrer Prof. Dr. Sven van Meegen (rechts) und Martin Schuster (4. von rechts) die Segnung des Kirchengartens vor. Foto: Schwenk

„Sei willkommen!“. Dieser Einladung der Christen auf die Landesgartenschau sind beim Eröffnungsgottesdienst Hunderte von Menschen nachgekommen.

Der Bereich unter den Zeltbögen der Sparkassen-Heimatbühne war voll besetzt, und auch seitlich davon stimmten viele Besucherinnen und Besucher ins Gotteslob ein. Der ökumenische Eröffnungsgottesdienst wurde zu einem erhebenden Erlebnis inmitten des Flairs zwischen Blumen und Bäumen, Ufer und Fluss. Willkommen im Kirchengarten und in Gottes Schöpfung!

Die Freude steht allen ins Gesicht geschrieben: den Bischöfen Dr. Klaus Krämer und Ernst-Wilhelm Gohl, den Stadtpfarrern Prof. Dr. Sven van Meegen und Martin Schuster sowie den Mitgliedern des Lenkungskreises, bestehend aus den christlichen Kirchen der Stadt, die diesen Gottesdienst vorbereitet haben. Wunderbare Klänge strömen bereits im Vorfeld von der Bühne. Regionalkantor Benedikt Nuding hat einen großen ökumenischen Chor vor sich, Bläser, Orgel, Pauken und Trompeten. Sie singen zur Ehre Gottes „Praise, my soul, the King of heaven“ und reißen damit die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher mit. 

Die Landesgartenschau und die „Lust auf Wandel“

Die Frage nach der Gestaltung des künftigen Lebens steht im Mittelpunkt der Einführung der beiden Stadtpfarrer. „Ellwangen hat Lust auf Wandel“, sagt Pfarrer van Meegen. Und die Hoffnung auf Begegnungen, die ähnlich freundlich und fröhlich sein sollen wie die des Vorbereitungsteams, wünscht sich Pfarrer Schuster. Für die Jugendlichen der Stadt spricht eine Ministrantin die Gedanken aus: „Wir wollen im Frieden leben, und dass ihr die Perspektiven der jungen Menschen ernst nehmt.“

Der Garten als Ort der Auferstehung

In seiner Predigt geht Bischof Gohl auf den Evangeliumstext ein – auf die Begegnung von Maria mit dem auferstandenen Jesus im Garten Getsemani. Maria sei immer „drangeblieben“ auf der Suche nach Jesus. Sie habe nie aufgegeben, bis sie verstanden hat, dass er den Tod überwunden hat. Dieses „Dranbleiben“ und auch die Einladung, öfter mal die Perspektive zu wechseln, spricht Bischof Gohl den Gläubigen zu. Die Verbindung zur Landesgartenschau schafft er über den Garten, in dem Jesus auferstanden ist, und die Sorge des Gärtners für die Schöpfung Gottes.

Auf der Gartenschau blüht Gottes Schöpfung auf

Diese ist in der Tat in reichem Maße an der Jagst zum Aufblühen gekommen. Nach dem von den Bischöfen gesprochenen Segen ziehen die Menschen zum Kirchengarten. Er ist als Ort der Christen auf der Landesgartenschau ein ganz besonderer. Dominiert von einer großen Pilgermuschel aus Holz und mit einer Skulptur des Gekreuzigten in der Mitte, ist dies der Platz, an dem künftig verschiedene Veranstaltungen und Mitmach-Angebote genutzt werden können.

Kirchengarten als Platz für Veränderung

Schwester Franziska Trögler vom Katholischen Dekanat Ostalb erklärt die Symbolik von der Kreuzform auf dem Boden und der 12 Sitzbänke, die für die 12 Apostel stehen. Der Glaube sei kein fest gefügtes System im Kirchengarten, sondern sei ein Platz, an dem Bewegung und Veränderung stattfinde, an dem man „zur Freude berufen“ werde.

Der Kirchengarten wird gesegnet. Für die nächsten Monate lädt er ein, mehr zu erfahren, über den Glauben und das Leben. Er steht für Inspiration und das Erleben neuer (Glaubens)-Facetten, für die Wirkung der Natur und Entspannung in seiner ganz besonderen Atmosphäre. 

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