Jubiläum

Großes Jubiläum mit Tag der offenen Tür

Erweiterungsbau am Bischöflichen Internat Maria Hilf

Vergangenheit und Gegenwart: Die alte Aufnahme vor dem Hintergrund des neuen Erweiterungsbaus zeigt die Situation zur Gründungszeit des Knabenseminars im ehemaligen Kapuzinerkloster. Foto: Tanja Hopf

Mit einem vielfältigen Programm feiert das Bischöfliche Internat Maria Hilf nicht nur seine 150-jährige Geschichte.

Im Jahr 1872 gründete Jakob Kolb im damals verlassenen Kapuzinerkloster das „Knabenpensionat Maria Hilf“, um Jungen vom Land den Besuch der Lateinschule in der Stadt zu ermöglichen. Das war der Ausgangspunkt für das heutige Bischöfliche Internat Maria Hilf. Wie hat sich das Internatsleben in den vergangenen 150 Jahren verändert? Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 23. Juli, ab 13.30 Uhr, stellen Schülerinnen und Schüler sowie das Personalteam die Einrichtung allen Interessierten vor.

Bei Hausführungen und Ausstellungen lernen Besucherinnen und Besucher nicht nur das Internatsleben in der Vergangenheit und heute kennen. Sie können auch den neuen Anbau besichtigen, der mit der Jubiläumsfeier zugleich eingeweiht wird.

Stiftung ist mit dabei

Die Unterstufe spielt nach zweijähriger Pause wieder Theater: Die jungen Darstellerinnen und Darsteller rollen mit dem Stück „Die Akte Max und Moritz“ die Geschichte von Wilhelm Busch neu auf und fragen, wie es heute um die Jugend steht. Dabei kommt es zum Prozess.

Außerdem stehen an dem Nachmittag viele Mitmachangebote auf dem Programm. So gibt es eine Hüpfburg und Basteln, ein Spontan-Beachvolleyballturnier und einen ganz besonderen Gartenrundgang. Auf die Gäste wartet eine Cocktailbar und es gibt Klassiker vom Grill und Blechkuchen „wie vor 150 Jahren“. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Stiftung Marchtaler Internate zugute, die die Arbeit in den Internaten der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt. Die Stiftung richtet zusammen mit der Jubiläumsfeier ihr Stiftungsfest aus, das immer im Wechsel an einem der vier diözesanen Internatsstandorte stattfindet. So können sich die Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür auch über die Arbeit der Stiftung informieren.

Blick in die Geschichte

Das Internat in Bad Mergentheim hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Nach dem Tod von Jakob Kolb und dessen Bruder Josef ging die Einrichtung 1895 an die Diözese Rottenburg-Stuttgart über. Ein Brand im Jahr 1922 zerstörte einen Teil des Knabenseminars. Der Wiederaufbau folgte. Später bekam die Einrichtung ein eigenes Haus. Seit 1933 prägt es die Ansicht zur Straßenseite hin. Seit 2000 werden auch Mädchen aufgenommen. Anfang 2006 bekam die Einrichtung den aktuellen Namen: „Bischöfliches Internat Maria Hilf“.

Heute leben 50 Kinder und Jugendliche im Internat und besuchen verschiedene öffentliche Schulen in Bad Mergentheim. Nach Schulschluss stoßen noch weitere 20 Tagesschülerinnen und -schüler sowie 30 Hortschülerinnen und -schüler als Externe dazu, um gemeinsam zu essen, Hausaufgaben zu machen und Freizeitangebote zu nutzen.
Der neue Erweiterungsbau wird im neuen Schuljahr bezogen. Das Gebäude bietet insbesondere 24 Einzelzimmer. Damit kann das Internat die Wünsche gerade der älteren Schülerinnen und Schüler künftig besser berücksichtigen.

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